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Nikolaus auf Distanz? Tipps für Feiern im Corona-Jahr

'Fairer Nikolaus' der Katholischen Männerbewegung
© kmbö
Jungschar, Diözesen und kirchliche Kindergärten bieten alternative Ideen zum traditionellen Nikolausbesuch, der wegen Lockdown heuer entfallen muss - Tipps für Nikolo-Videobotschaften, Rollenspiele und Feiern daheim
20.11.2020, 13:28 Uhr Österreich/Brauchtum/Religionsfest oder Feiertag/Kirche/Kind/Familie/Jungschar
Wien, 20.11.2020 (KAP) Der Lockdown bis zum 6. Dezember trifft auch die wahrscheinlich beliebteste Heiligengestalt der Vorweihnachtszeit: Den Heiligen Nikolaus von Myra (283- 348 n.Chr). Aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen kann der Nikolausbesuch am 6. Dezember zu Hause oder in der Pfarre nicht wie gewohnt stattfinden. Um Kindern und Familien trotzdem die Möglichkeit zu geben, mit dem Nikolausfest in den Advent zu starten und an diesem Tag dem Schutzpatron der Kinder zu gedenken, haben die Katholische Jungschar, Diözesen und kirchlich getragene Kindergärten Tipps zur Nikolausfeier im engen Familienkreis und für Nikolaus-Darsteller herausgegeben.

Alternativ zum traditionellen Nikolausbesuch könnten Nikolaus-Darsteller etwa personalisierte Botschaft per Video an die Kinder schicken, schlägt etwa Verena Schaufler, Jungschar-Referentin für Bildung der Diözese Linz, im Kathpress-Gespräch vor. Nikoläuse könnten auch eine Tonaufnahme von der Legende des Heiligen aufzeichnen und als eine Art Hörspiel Familien zur Verfügung stellen. So könnten Nikolaus-Darsteller ihrer Tätigkeit trotz "Social Distancing" nachgehen, denn so manche seien "enttäuscht, dass sie in diesem Jahr nicht in ihre Rolle schlüpfen können", so Schaufler.

"Die Rolle des Heiligen Nikolaus kann aber auch von Eltern oder Großeltern, die mit dem Kind in einem Haushalt leben, übernommen werden", meinte die Jungschar-Mitarbeiterin. Bei einer Feier zu Hause könne man Nikolaus-Lieder singen, die Legende des Bischofs von Myra erzählen oder ein Nikolaus-Quiz spielen, wie es die Jungschar der Erzdiözese Salzburg via www.trotzdemnah.at etwa vorschlägt. Auch die Diözese St. Pölten stellt Familien einen Ablauf einer Nikolausfeier im engsten Kreis zur Verfügung, u.a. mit Text- und Lied-Vorschlägen, Feierelementen und der Lebensgeschichte des Hl. Nikolaus (Link: www.dsp.at).

Pfarren können laut Schaufler als Service für Familien Feiervorschläge ausdrucken und zum Mitnehmen in der Kirche auflegen. "Man kann auch die Kirche entsprechend dekorieren, damit die Stimmung des Nikolaus bemerkbar wird oder kleine Nikolaus-Geschenke auflegen, wie Kerzen oder Bastelvorlagen." Pfarren könnten "ihren Nikolaus" aber auch per Pfarr-Website, Facebook, Instagram, E-Mail oder Nachrichtendienste zu den Kindern sprechen lassen.

In der Diözese Feldkirch können sich Gläubige der Pfarre Dornbirn-Rohrbach z.B.: Briefe vom Nikolaus bestellen. Und in der Pfarre Düns wird der Nikolaus einfach durch das Dorf spazieren und Säckchen an den Haustüren hinterlegen.

Nikolaus im Kindergarten

In den Kindergärten der Wiener kirchlichen St. Nikolausstiftung werde die Rolle des heiligen Nikolaus in diesem Jahr von einer Pädagogin, einem Assistenten oder einem Kind in den Kindergärten und Horten gespielt. "Gemeinsam mit dem verkleideten Nikolaus werden Lieder gesungen, Geschichten erzählt und auch Geschenke ausgeteilt", erklärt dazu Susanna Haas, pädagogische Leiterin der Stiftung, das Konzept der Nikolausfeier. "Externe Personen dürfen die Standorte nicht betreten und Gruppen nach Möglichkeit nicht vermischt werden", so die Stiftung, die in ganz Wien rund 6.350 Kinder betreut.

Ähnlich hält es auch die Vereinigung der katholischen Kindertagesheime in Wien (KKTH): Je nach Standort und Alter der Kinder gebe es Rollenspiele, eine besondere Jause und die Erzählung der Nikolaus-Legende, informiert Christa Bruns von der KKTH. Manche Standorte verfügten über Kapellen oder Kirchen, dort könne der Bischof gar mit einem echten Vespermantel, Bischofsstab und Mitra erscheinen. "Die Pädagoginnen ziehen sich aber nicht heimlich um", stellt Bruns klar.

Speziell in Zeiten der Corona-Pandemie würden Rituale und Feste den Kindern Sicherheit geben, betont die Nikolausstiftung. Zudem seien Rituale speziell in der Vorweihnachtszeit von Bedeutung, was aktuell sei, da der von der Bundesregierung angeordnete Lockdown in den Beginn der Adventzeit fällt und den Nikolaustag (6. Dezember) betreffe.

Für Eltern stellen Jungschar, Diözesen und Nikolausstiftung Informationsbroschüren zur Verfügung. (Links: www.jungschar.at; www.trotzdemnah.at/weihnachten/; www.nikolausstiftung.at; www.martinus.at/machmalkirche)

Kathpress-Schwerpunkt mit Meldungen und Stichworten zum Thema "Advent/Weihnachten" unter www.kathpress.at/advent.
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