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Erzbischof Lackner: In Coronakrise Hoffnung nicht verlieren

Pressekonferenz zum Ende der Herbstvollversammlung der Bischofskonferenz am 13. November 2020 in Wien mit Erzbischof Franz Lackner
© Kathpress / Henning Klingen
Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz in Podcast "Himmelklar": Verzicht auf öffentliche Gottesdienste für gläubige Menschen "ein großes Opfer"
Lockdown
25.11.2020, 10:37 Uhr Österreich/Kirche/Pandemie/Lackner
Köln/Salzburg, 25.11.2020 (KAP/KNA) Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner hat dazu aufgerufen, den Glauben und die Hoffnung in der Corona-Krise nicht aufzugeben. "Es gibt einen heiligen Rest an Vertrauen, der unausrottbar ist", sagte der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz in der aktuellen Ausgabe des deutschen Podcasts "Himmelklar" (Mittwoch, www.himmelklar.de). Das habe ihn auch die Erfahrung vieler Krisen zuvor gelehrt.

Die Entscheidung, in der Lockdown-Phase auf öffentliche Gottesdienste ganz zu verzichten, sei den Bischöfen nicht leichtgefallen. "Das war sehr schwer und ist auch ein großes Opfer, das unseren gläubigen Menschen abverlangt wird. Das weiß ich wohl." Die Regierung habe den Kirchen nichts verordnet und man habe auch nichts ausgehandelt, erklärte Lackner. "Aber wir haben dann doch in Einstimmigkeit der Bischofskonferenz uns durchgerungen in Anbetracht dieser dramatischen Situation, da das Gesundheitssystem, vor allem die Intensivmedizin an der Kippe steht."

Zugleich betonte der Salzburger Erzbischof, die Bedeutung der Kirche für die Menschen während anhaltender Krisen. "Einige kirchliche Grundvollzüge müssen gegeben sein, auch in diesen schwersten Notzeiten", stellte er klar. Werde das verwehrt, "müsste man fast in den Untergrund gehen". Gottesdienste müssten gefeiert werden dürfen, auch in schweren Zeiten. Auch Begräbnisse seien elementar. Hinzukomme die nötige seelsorgerische Betreuung alter und kranker Menschen. "Wir hatten beim ersten Lockdown das Problem, dass wir in den öffentlichen Krankenhäusern und Altersheimen oft nicht den Sterbenden zum Beispiel seelsorglich beistehen durften. Das wurde uns zugesichert, dass das nun anders ist."

Die katholische Kirche in Österreich hat angesichts der aktuellen Corona-Situation die Feier von öffentlichen Gottesdiensten zeitlich befristet von 17. November bis 6. Dezember ausgesetzt. Die Kirchen stehen aber tagsüber weiterhin für das persönliche Gebet offen. Darüber hinaus ist die Feier nicht öffentlich zugänglicher Gottesdienste im kleinsten Kreis an Sonn- und Wochentagen unter bestimmten Bedingungen zulässig.

(Infos zum Thema "Kirche und Corona" am offiziellen Onlineportal der katholischen Kirche unter www.katholisch.at/corona / Hinweise auf Gottesdienstübertragungen via TV, Radio, Streaming unter www.katholisch.at/gottesdienste)
Ein Kathpress-Dossier zum Tod von Erich Leitenberger
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