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Abschied von Erich Leitenberger am 3. Februar

Prof. Erich Leitenberger, katholischer Publizist, verstorben am 18. Jänner 2021
© kathbild.at / Franz Josef Rupprecht
Kardinal Schönborn steht Requiem im Wiener Stephansdom vor - Weiter große Betroffenheit über Tod des katholischen Publizisten
22.01.2021, 15:32 Uhr Österreich/Kirche/Leitenberger/Tod/Requiem
Wien, 22.01.2021 (KAP) Das Requiem für den früheren Kathpress-Chefredakteur und langjährigen Pressesprecher der Erzdiözese Wien, Erich Leitenberger, findet am Mittwoch, 3. Februar, um 15 Uhr im Wiener Stephansdom statt. Kardinal Christoph Schönborn wird dem Gottesdienst vorstehen, für den strenge Corona-Sicherheitsmaßnahmen gelten. Nähere Modalitäten der Teilnahme müssen noch festgelegt werden. Das Begräbnis wird im engsten Kreis in Salzburg stattfinden. Leitenberger ist am Montag, 18. Jänner, an Herzversagen verstorben, wie jetzt behördlich festgestellt wurde. Auch am Freitag trafen noch Würdigungen zum Tod des katholischen Journalisten und Publizisten ein.

Erich Leitenberger habe "der ganzen Kirche und der Ökumene bis zum Schluss in selbstloser und überzeugender Weise gedient", hieß es beispielsweise in einer Stellungnahme der Grazer Sektion von Pro Oriente. Das ökumenische Anliegen, allen voran der katholisch-orthodoxe Dialog, sei für Leitenberger eine Lebensaufgabe gewesen, "die er konsequent, objektiv mit viel Wissen und mit Liebe erfüllt hat".

Nach seiner Pensionierung vor rund zehn Jahren übernahm Leitenberger u.a. ehrenamtlich die Funktion des Pro Oriente Pressesprechers. Dazu hielt die Grazer Sektion fest: "Als die Stimme von Pro Oriente vermittelte er nicht nur grundsätzliches Wissen über die Orthodoxe Kirche, berichtete nicht nur sachlich und ohne Polemik über die innerorthodoxen, nicht immer leichten Zustände, informierte unmittelbar und sehr treffend über ökumenische Dialoge und ökumenische Ereignisse und überzeugte in seiner festen Gesinnung, dass die Verwirklichung der vollen kirchlichen Gemeinschaft unserer Schwesterkirchen unerlässlich ist."

Abschließend hieß es wörtlich: "Sein integrativer Charakter mit dem Lächeln einer ungezwungenen Menschlichkeit strahlte auch bei persönlichen Begegnungen seine Güte und Freundlichkeit aus, die zu einer echten Freundschaft führte, die für das ökumenische Anliegen schöpferisch und effektiv hilfreich ist." Unterzeichnet ist das Schreiben vom Vorsitzenden der Sektion, Peter Piffl-Percevic, und dem stellvertretenden Vorsitzenden und orthodoxen Theologen Grigorios Larentzakis.

Katholische Verbände trauern

Tief betroffen über den Tod Leitenbergers hat sich auch der frühere Präsident der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände (AKV), Helmut Kukacka, geäußert. Es sei u.a. Leitenbergers Berichten über die Vertreibung der Christen im Nordirak durch den IS zu verdanken gewesen, dass die AKV das Hilfsprojekt "Aktion Heimkehr - Hilfe für Christen in Not im Nahen Osten" startete, das gemeinsam mit der Initiative Christlicher Orient (ICO) und Christen in Not (CiN) umgesetzt wurde. Insgesamt habe man mehr als 500.000 Euro aufbringen können, um den Christen eine Rückkehr in ihre Heimat und den Wiederaufbau von Häusern und Infrastruktur zu ermöglichen.

Kukacka: "Erich Leitenberger hat unser Projekt immer publizistisch unterstützt und ist uns durch seine umfassende und intime Kenntnis der orientalisch-christlichen Kirche im Irak und Syrien beratend zur Seite gestanden. Er hat uns auch die richtigen Kontakte vermittelt und die notwendigen politischen Wege gewiesen. Er hat damit den betroffenen Christen im Nahen Osten und der Idee der Ökumene einen großen Dienst geleistet."
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