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Papst betet für Opfer der Überschwemmungen in Südostasien

Tod und Zerstörung nach Wirbelsturm in Osttimor und Indonesien
07.04.2021, 13:13 Uhr Indonesien/Osttimor/Vatikan/Naturkatastrophe/Hilfsorganisation/Papst
Vatikanstadt/Jakarta, 07.04.2021 (KAP) Papst Franziskus hat den von den Folgen des Wirbelsturms Seroja betroffenen Menschen in Indonesien und Osttimor seinen Beistand versichert. "Es ist mir ein Anliegen, den Opfern der Überschwemmungen, die in den vergangenen Tagen Indonesien und Osttimor getroffen haben, meine Nähe im Gebet zu versichern. Möge der Herr die Verstorbenen aufnehmen, ihren Familien Trost schenken und allen helfen, die ihre Unterkunft verloren haben", sagte der Papst am Mittwoch am Ende seiner Videobotschaft zur wöchentlichen Generalaudienz im Vatikan.

Indonesien und Osttimor werden seit Tagen von schweren Regenfällen und Hochwassern heimgesucht. Indonesien gibt die Zahl der Todesopfer bisher mit 128 an, es werden weitere befürchtet. In der Republik Osttimor kamen mindestens 27 Menschen ums Leben; auch hier gelten zahlreiche Personen als noch vermisst.

Örtlichen Medienberichten zufolge wurden ganze Ortschaften von den Fluten mitgerissen. Tausende Menschen sind obdachlos. In Indonesien wurden die Insel Flores sowie eine Reihe weiterer, kleinerer Inseln von der Katastrophe getroffen. In Osttimor wurde laut örtlichen Medienberichten besonders die Hauptstadt Dili in Mitleidenschaft gezogen; Straßen, Brücken, Telefonverbindungen, die Stromversorgung sowie Krankenhäuser seien teils schwer beschädigt worden.

Der Wirbelsturm habe Erdrutsche und bis zu sechs Meter hohe Flutwellen ausgelöst, Bäume entwurzelt und Häuser überschwemmt, teilte die Hilfsorganisation "SOS-Kinderdörfer weltweit" am Mittwoch mit. Unter den bisher geborgenen Toten seien auch sechs Kinder. Zahlreiche Familien hätten ihr Zuhause verloren: In der gesamten Region seien nach aktuellen Schätzungen insgesamt 15.000 Menschen betroffen. Etliche würden noch vermisst, so die Helfer.

"Unsere Sorge gilt vor allem den Kindern. Sie sind jetzt besonders gefährdet", erklärte Gregor Nitihardjo, Nationaler Leiter der Hilfsorganisation in Indonesien. Die Nothilfe der SOS-Kinderdörfer unterstütze Kinder und Familien auf der Insel Flores mit Nahrungsmitteln und Kleidung. Das SOS-Kinderdorf Flores stehe bereit, Waisen aufzunehmen.

In Indonesien hat die nationale Caritas in Zusammenarbeit mit der Regierung die Nothilfe aktiviert. Die Caritas habe in Abstimmung mit den lokalen Behörden drei Hilfspunkte eingerichtet, berichtete der Direktor von Caritas Indonesien, Fredy Rante Taruk, nach Angaben von Radio Vatikan. Die Zentren seien in den Pfarren des am stärksten betroffenen Gebietes Larantuka geschaffen worden. Von dort aus würden Lebensmittel und Trinkwasser, Medikamente, Generatoren und Treibstoff verteilt. Die Evakuierungen aus den zerstörten und teils schwer zugänglichen Gegenden liefen weiter.
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