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Kardinal Schönborn: Neuanfang nach Pandemie mit Hilfe von oben

Kardinal Schönborn spricht auf Bühne vor Wiener Stephansdom bei Corona-Benefiz-TV-Show Austria for Life
© Austria for Life/Martin Hörmandinger
Wiener Erzbischof verweist bei Benefiz-TV-Show "Austria for Life" auf Parallelen zwischen Wiederaufbau des Stephansdoms nach 1945 und Neuanfang nach Pandemie heute - Bisher mehr als 600.000 Euro für Hilfsplattform "Österreich hilft Österreich" zugunsten von durch Pandemie in Not geratene Menschen gespendet
Austria for Life
29.05.2021, 09:01 Uhr Österreich/Kirche/Pandemie/Soziales/Kultur/Geschichte/Schönborn
Wien, 29.05.2021 (KAP) Mit Gottes Hilfe wird der Neuanfang nach der Pandemie gelingen. Davon hat sich Kardinal Christoph Schönborn bei seinem kurzen Auftritt beim Charity-Event "Austria for Life" Freitagnacht vor dem Wiener Stephansdom überzeugt gezeigt. Bei der live im TV übertragenen Benefizveranstaltung wurden Spenden für gemeinnützige Organisationen der Hilfsplattform "Österreich hilft Österreich", unter ihnen auch die Caritas, gesammelt. Unterstützt werden damit Menschen in Österreich, die durch die Corona-Pandemie in Not geraten sind. Für "Österreich hilft Österreich" kann noch bis Mitte Juni gespendet werden. Allein bei dem Benefizabend am Freitag, der mit dem Geläut der Pummerin endete, kamen mehr als 600.000 Euro zusammen.

Kardinal Schönborn erinnerte in seinen Worten auf der Bühne am Stephansplatz an den April 1945, als der Stephansdom nach dem Zweiten Weltkrieg in Trümmern lag. Damals mischte sich der Wiener Erzbischof Kardinal Theodor Innitzer unter die tief betroffenen Wienerinnen und Wiener, die das Ausmaß der Zerstörung begutachteten. Von Kardinal Innitzer stammte der legendäre Ausspruch: "Dann werden wir ihn eben wieder aufbauen."

Und mit unglaublichem Zusammenhalt von ganz Österreich seien diese große Kraftanstrengung und dieser Neuanfang auch gelungen, so Schönborn. Freilich habe es auch der Hilfe von oben gebraucht, zeigte sich der Erzbischof überzeugt. Er verwies auf ein Zeichen, das dies für ihn besonders verdeutliche. 1945 war das gotische Chorgestühl des Domes total verbrannt und auch das Lettnerkreuz war herabgestürzt und zerstört. Doch unter dem Schutt und der Asche habe man den völlig intakten Christuskopf des Kreuzes gefunden. Das Lettnerkreuz wurde erneuert und der alte Kopf eingesetzt. Schönborn: "Bei allen Bemühungen um einen Neuanfang hilft immer auch der Himmel mit." Das werde auch jetzt beim Neuanfang nach der Coronakrise der Fall sein.

Die Pandemie habe vieles verändert, erklärte Bundespräsident Alexander Van der Bellen eingangs der TV-Show in einer Videobotschaft. "Aber eines hat sich nicht geändert: Wir halten zusammen. Wir schauen, dass wir da alle gemeinsam durchkommen."

Der folgende gut zweistündige Charityabend ließ in einer Art Zeitreise große Krisen aus 700 Jahren österreichischer Geschichte seit der Errichtung des Stephansdoms als Wahrzeichen des Landes wieder aufleben. Eine große Bühne vor der Kathedrale wurde dazu mit LED-Screens verkleidet, um die Erinnerung an historische Momente wie den Dombrand von 1945, aber auch die Auswirkungen der Spanischen Grippe 1918/19 wachzurufen. Auch die Domfassade bis hinauf zum Südturm wurde dazu effektvoll beleuchtet.

Für das von Gery Keszler initiierte Projekt stellten sich mehr als bekannte 50 Künstler, unter ihnen Petra Morze, Sunnyi Melles, Sandra Cervik, Cornelius Obonya und Karl Markovics, aber auch die Wiener Sängerknaben, Tom Neuwirth alias Conchita Wurst, Lemo, Daniela Fally und Timna Brauer, in den Dienst der guten Sache. Auch das Wiener Domorchester und Dompfarrer Toni Faber wirkten an der TV-Show mit.

(Spenden noch bis 15. Juni möglich über das Spendentelefon unter 0800 664 2021, online via https://helfen.orf.at oder auf das Spendenkonto von "Österreich hilft Österreich" bei der Erste Bank IBAN: AT06 2011 1800 8076 0700 BIC: GIBAATWW)
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