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Theologen: Papst soll Kardinal Marx nicht zurücktreten lassen

Zulehner und Halik unterstützen "öffentliche Bitte" eines Experten der Belgischen Bischofskonferenz: Münchner Erzbischof soll Arbeit für Synodalen Weg in Deutschland fortsetzen
07.06.2021, 12:47 Uhr Österreich/Deutschland/Vatikan/Belgien/Kirche/Papst/Zulehner/Marx
Wien, 07.06.2021 (KAP) Papst Franziskus soll den vom Münchner Kardinal Reinhard Marx angebotenen Rücktritt nicht annehmen, denn dieser habe sich große Verdienste um die Erneuerung und Revitalisierung der katholischen Kirche erworben. Diese "öffentliche Bitte" des Generalsekretärs der Kommission für Migranten in der Belgischen Bischofskonferenz, Dominikanerpater Mark Butaye, an den Papst findet nun auch Unterstützung in Wien und Prag: Die beiden renommierten Theologen Paul Zulehner und Tomas Halik, die auch die von 75.000 Personen unterstützte Unterschriftenaktion "ProPopeFrancis" initiierten, teilen das Anliegen, dass Marx nicht zurücktreten, sondern seine Arbeit für den Reformprozess "Synodalen Weg" in Deutschland fortsetzen soll.

In einem Blog-Eintrag am Montag lässt Zulehner den belgischen Ordensmann direkt und zustimmend zu Wort kommen: P. Butaye zollt darin Kardinal Marx Respekt für dessen Rücktrittsschreiben an Franziskus, mit dem der frühere Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Mitverantwortung für das systemische Versagen der katholischen Kirche im Umgang mit Missbrauch übernahm. Dies sei "ein Signal und ein Weckruf an die Kirche".

Aber, so gab Butaye zu bedenken: Wenn Franziskus den Rücktritt annehme, "wird es alle seine Gegner und diejenigen, die die Kirche nicht reformieren wollen und die gegen den Synodalprozess sind, ermutigen". Der Papst möge im Gegenteil Marx in dessen Einsatz "für die deutsche und weltweite katholische Kirche" unterstützen, so die auch in einem Schreiben an den Papst formulierte Bitte.

Dazu Zulehner in seinem Blog: "Tomas Halík und ich haben vereinbart, das Anliegen von P. Mark Butaye voll zu unterstützen."
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