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Rom: Ordensleute starten Social Media-Kampagne gegen Menschenhandel

Zugang zu Bildung, Arbeit, Justiz und Gesundheitsversorgung für Opfer gefordert - Zahl der betroffenen Menschen laut internationalem Netzwerk "Talitha Kum" und UN-Bericht fünfstellig
22.07.2021, 15:55 Uhr Italien/Kirche/Menschenrechte/Kriminalität/Orden
Rom, 22.07.2021 (KAP) Rund 3.000 katholische Ordensfrauen und Unterstützer starten eine Kampagne gegen Menschenhandel weltweit. Entscheidend sei, dass alle Regierungen weltweit den Opfern von Menschenhandel Zugang zu Bildung, Arbeit, Justiz und Gesundheitsversorgung ermöglichten, erklärte das Netzwerk "Talitha Kum" am Donnerstag in Rom. Ziel sei es, die systemischen, oft wirtschaftlichen Gründe für Menschenhandel stärker und langfristiger zu bekämpfen. Anlass ist der bevorstehende Internationale Tag gegen Menschenhandel (30. Juli). Erste Postings unter dem Hashtag #CareAgainstTrafficking und Banner mit diesem Schriftzug sind bereits auf Instagram, Facebook und Twitter zu finden.

Laut einem im Frühjahr dieses Jahres veröffentlichten UN-Bericht "Global Report on Trafficking in Persons 2020" seien im Jahr 2018 weltweit rund 50.000 Fälle von Menschenhandel offiziell registriert worden. Die Vereinten Nationen gehen aber von einer hohen Dunkelziffer aus. Insbesondere Kinder würden immer öfter Opfer von Menschenhandel.

Das internationale Netzwerk "Talitha Kum" von Personen des geweihten Lebens, die sich gegen den Menschenhandel stellen, umfasse nach eigenen Angaben 50 Organisationen in etwa 90 Ländern. Im vergangenen Jahr seien über das Netzwerk rund 17.000 Opfer von Menschenhandel betreut und versorgt und etwa 170.000 Menschen über die Risiken und Probleme aufgeklärt worden.
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