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Slowakei: Kirche verteidigt Mediziner gegen Angriffe in CoV-Krise

Bischof Marian Chovanec
© TK KBS/Peter Zimen
Bischofskonferenz-Generalsekretär: Drohungen gegen Ärzte und andere Fachleute im Kampf gegen die Pandemie und ihre Folgen "absolut untragbar" - Bischöfe stellen bei Vollversammlung auch neue Website zur Weltsynode vor
14.10.2021, 11:52 Uhr Slowakei/Kirche/Pandemie/Bischofskonferenz/Papstbesuch/Weltsynode
Bratislava, 14.10.2021 (KAP) Die slowakischen Bischöfe haben sich öffentlich vor Mediziner und andere Fachleute gestellt, die im Kampf gegen die Corona-Pandemie und ihre Folgen zur Zielscheibe von Angriffen werden. Derartige Bedrohungen seien "absolut untragbar", betonte Bischofskonferenz-Generalsekretär Marian Chovanec laut dem offiziellen Kirchenportal "tkkbs.sk" (Donnerstag) nach der dieswöchigen Vollversammlung der Bischöfe in Badin. Gläubige dürften diesbezüglich "in ihrer Umgebung keine Äußerungen der Feindschaft zulassen", da dies weder dem Geist des Evangeliums noch dem Geist des Zusammenlebens in der Zivilgesellschaft entspreche, so der Bischof von Banska Bystrica.

Im Rahmen ihrer Beratungen am 11. und 12. Oktober befassten sich die Bischöfe demnach unter anderem mit der beginnenden Weltsynode der Katholischen Kirche und dem Papstbesuch in der Slowakei vor einem Monat. Ausdrücklich dankten sie Staatspräsidentin Zuzana Caputova, die dem Papst die Einladung zu der Visite unterbreitet hatte sowie allen staatlichen Vertretern, die sich der Initiative angeschlossen hatten.

Papst Franziskus hatte von 12. bis 15. September zunächst die Hauptstadt Bratislava und im Anschluss Kosice, Presov sowie den Marienwallfahrtsort Sastin besucht. Der Papst habe während seiner Reise "viele gute Samen in unseren Boden ausgestreut", erklärten die Bischöfe nun; man wünsche allen, "dass wir aus ihnen eine reiche Ernte für das geistliche Wohl des ganzen Landes einfahren können".

Website zur Weltsynode

Zum weltweiten Synodenprozess zum Thema "Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Partizipation und Mission" stellten die Bischöfe die neue Website www.synoda.sk vor. Auch die Kirche in der Slowakei werde sich "auf den Weg des synodalen Gehens machen" und wie in anderen Weltregionen am kommenden Sonntag in den einzelnen Diözesen und Eparchien die erste Phase des mehrjährigen Prozesses eröffnen. Die einzelnen Diözesen bestimmten die jeweiligen Kontaktpersonen, die für die Organisation der im ersten, ortskirchlichen Teil der Weltsynode vorgesehenen Konsultationstreffen, die vor-synodale Versammlung und die Vorbereitung der diözesanen Synthese verantwortlich sein werden, die in den weltweiten Prozess eingebracht werden.

Die Vollversammlung der Bischöfe in Badin war die hun­derts­te seit Bestehen der selbständigen Slowakischen Bischofskonferenz. Diese war vom Heiligen Stuhl offiziell am 23. März 1993 errichtet worden, nachdem die Slowakische Republik am 1. Jänner desselben Jahres ihre Unabhängigkeit erlangt hatte. Die erste selbständige Sitzung hat jedoch bereits am 19. und 20. Jänner 1993 stattgefunden, als die slowakischen Bischöfe noch Mitglieder der damaligen Tschechoslowakischen Bischofskonferenz waren.
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