Frauenkommission der Diözese Linz unter neuer Führung
02.12.202511:16
Österreich/Kirche/Personal/Geschlecht
Susanne Würleitner und ihr Vorstand wollen sich für "partnerschaftliche und geschlechtergerechte Kirche" einsetzen
Linz, 02.12.2025 (KAP) Die Frauenkommission der Diözese Linz hat bei ihrer Vollversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Neue Vorsitzende ist seit vergangener Woche Susanne Würleitner, die 2024 vom Forum Ehrenamt in die Frauenkommission entsendet wurde. Die Schulentwicklerin, Schulleiterin und Lehrerin für Deutsch, Musikerziehung, Geografie und Wirtschaftsbildung übernimmt die Leitung des Gremiums in Zusammenarbeit mit der Frauenbeauftragten der Diözese Linz, Magdalena Welsch, sowie den drei Stellvertreterinnen Rita Moser, Christine Schulz und Eva-Maria Hinterplattner, teilte die Diözese Linz am Dienstag mit. Würleitner wolle sich für eine partnerschaftliche und geschlechtergerechte Kirche einsetzen, in der Frauen den ihnen zustehenden Platz erhalten.
Die Themen, denen sich die neue Vorsitzende widmen möchte, reichen von der Erhöhung des Frauenanteils auf Leitungsebene über die Förderung des Nachwuchses bis zu alltäglichen Fragen der Zusammenarbeit zwischen den Geschlechtern in Pfarren und Pfarrgemeinden. Doch auch um das Ehrenamt soll es gehen. "Gerade jetzt in der Phase der Umstrukturierung in der Diözese Linz übernehmen Ehrenamtliche stärker Verantwortung in ihren Pfarrgemeinden", sagte die Pädagogin, die sich auch im Pfarrgemeinderat Sierning, in der kfb Sierning und als Wort-Gottes-Feier-Leiterin engagiert. Ab ihres Pensionsantritts zu Jahresende wird sie als ehrenamtliche Altenheimseelsorgerin in Sierning tätig sein. Auch im 2023 neu geschaffenen Ehrenamtsrat zur Vernetzung von Ehrenamtlichen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern ist Würleitner aktiv.
Würleitner und auch ihre Stellvertreterinnen wollen eine "offenere Kirche" gestalten. Rita Moser aus Bad Hall betonte, ihr Anliegen sei es, "beherzt und achtsam am Weg zu sein". Christine Schulz, Beauftragte für Jugendpastoral und Seelsorgerin in der designierten Pfarre Freistadt, sprach sich für eine "inklusive Kirche abseits patriarchaler Strukturen und Ungerechtigkeit" aus. Schulz und Eva-Maria Hinterplattner, Pastoralassistentin und Vertreterin der Berufsgemeinschaft der pfarrlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger in der Frauenkommission, forderten eine "offene, synodale, geschlechtergleichberechtigte Glaubensgemeinschaft - inhaltlich wie strukturell".