Appell, anstehende Entscheidungen zum Wohl des Volkes zu treffen
Vatikanstadt/Rom, 04.01.2026 (KAP) Nach den US-Angriffen auf Venezuela und die anschließende Festnahme von Präsident Nicolas Maduro und seiner Frau haben sich die Bischöfe des Landes zu Wort gemeldet. In einer Botschaft drückten sie ihre Solidarität mit den Verletzten und den Angehörigen der Opfer aus und appellierten dazu, anstehende Entscheidungen zum Wohl des Volkes zu treffen. Das berichtete Vatican News am Sonntag über die Ereignisse im Krisenland Südamerikas.
"Wir richten einen Aufruf an das Volk Gottes, die Hoffnung intensiver zu leben und inständig für den Frieden in unseren Herzen und in der Gesellschaft zu beten", so die Bischöfe. Sie distanzierten sich von jeder Form von Gewalt: "Mögen sich unsere Hände für Begegnung und gegenseitige Hilfe öffnen, und mögen alle Entscheidungen stets zum Wohl unseres Volkes getroffen werden", so der Appell der katholischen Würdenträger. Die Botschaft schließt mit einer Bitte um die Fürsprache der Landespatronin Maria von Coromoto.
Medienberichten zufolge wurden bei den nächtlichen Angriffen der USA auf Venezuelas Hauptstadt Caracas und andere relevante Ziele mindestens 40 Menschen getötet, darunter Militärpersonal ebenso wie Zivilisten. Maduro und seine Frau wurden in ihrer Residenz in einem Militärkomplex verhaftet und sollen nun in New York wegen verschiedener Anklagepunkte, darunter die Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung für Drogen-Terrorismus, vor Gericht gebracht werden.
Die internationale Gemeinschaft, ebenso wie die Bürger des Landes, zeigen sich gespalten über den Einsatz der USA, den viele als Verletzung des Völkerrechtes kritisieren. Freude herrscht hingegen bei den zahlreichen Exil-Venezolanern, die unter dem Maduro-Regime massenhaft das Land verlassen mussten.