Kardinal nach Konsistorium: Leo XIV. ist gütig und geradlinig
12.01.202614:02
Vatikan/Papst/Kirche/Religion/Kardinäle
Teilnehmende der außerordentlichen Beratungssitzung: Gewachsenes Vertrauen im Kollegium und zum Papst und dessen "Kontinuität zum Lehramt"
Vatikanstadt/Ottawa, 12.01.2026 (KAP/KNA) Ein liebender Papst, den man lieben möchte, ist Papst Leo XIV. nach Auffassung des Bischofs von Algier, Kardinal Jean-Paul Vesco. Wie das kanadische Portal The Catholic Register am Freitag berichtete, hatte Vesco gegenüber Journalisten gesagt, er habe Papst Leo beim Konsistorium im Vatikan als "zutiefst gütig" erlebt: "Er war da, präsent, einfach. Es war wunderschön." Vesco beschrieb ihn als "konsequent" und "geradlinig".
Das Konsistorium sei "eine wunderbare Zeit" gewesen, in der die Kardinäle sich gegenseitig und auch die Persönlichkeit des Papstes kennenlernen konnten. Das Treffen habe Brüderlichkeit unter den Kardinälen und mit dem Papst geschaffen: Die Kardinäle hätten deutlich gespürt, dass "dieses Reservoir an Vertrauen", das der Papst in das Kardinalskollegium setze, ein Wert sei, "der die Prüfungen der Zeit bestehen wird".
Kardinal: Papst "muss etwas vorhaben"
Das kanadische Portal zitiert weitere Kardinäle, die ebenfalls die Brüderlichkeit unter den Kardinälen durch das Konsistorium gestärkt sehen. Kardinal Cristóbal López Romero aus Rabat (Marokko) habe sich "sehr zufrieden" mit den Ergebnissen des Treffens gezeigt: "Ich glaube, es war ein Weg, um zu bekräftigen, dass es eine Kontinuität gibt - nicht so sehr mit Papst Franziskus, sondern mit dem Evangelium, mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil und mit dem ganzen Lehramt, das als Folge dieses Zweiten Vatikanischen Konzils entstanden ist."
Es habe zwar manchmal Kritik oder unterschiedliche Positionen gegeben, berichtete Kardinal Luis José Rueda Aparicio aus Bogotá (Kolumbien), doch das Konsistorium habe versucht, Harmonie zu erreichen. Das bedeute nicht, Uniformität, sondern zurück zu den Wurzeln zu gehen. Der philippinische Kardinal Pablo David von Kalookan sagte: "Es war wirklich erfrischend zu sehen, dass der Heilige Vater während des Konsistoriums mehr zuhörte als redete." Zwar seien noch keine konkreten Entscheidungen getroffen worden, doch der Papst habe "sehr ernsthaft Notizen gemacht hat, also muss er etwas vorhaben".
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