Bischöfe aus Kenia, Ecuador und Philippinen in diözesanen Einrichtungen und bei offenem Begegnungsnachmittag am 27. Jänner
Wien, 23.01.2026 (KAP) Anlässlich der bevorstehenden Bischofsweihe von Josef Grünwidl empfängt die Erzdiözese Wien diese Woche Vertreter ihrer Partnerdiözesen aus Kenia, Ecuador und den Philippinen. Die internationale Delegation kam am Donnerstag nach Österreich und nimmt bis 29. Jänner an zahlreichen Begegnungs- und Informationsveranstaltungen teil. Angeführt wird die Gruppe von Bischof John Mbinda Makau aus Lodwar, Bischof Gustavo Adolfo Rosales Escobar aus San Jacinto und dem emeritierten Bischof Bernardino Cortez von Infanta.
Auf dem Programm stehen unter anderem Besuche bei Kooperationspartnern in der internationalen Zusammenarbeit wie die Dreikönigsaktion und horizont3000. Gemeinsam mit diesen Organisationen werden soziale Projekte und Personaleinsätze in den Partnerdiözesen umgesetzt. Auch das erzbischöfliche Schulamt und die St. Elisabeth Stiftung sind Teil der Begegnungen, um unter anderem Schulpartnerschaften zu stärken und ein Unterstützungsprojekt für alleinerziehende Frauen und junge Schwangere in Ecuador zu starten.
Überdies sollen mit pastoralen Dienststellen, der Erwachsenenbildung und dem Priesterseminar neue Wege der Aus- und Weiterbildung gemeinsam mit den Partnerbischöfen erarbeitet werden. Auch ein Begegnungsabend für alle Interessierten ist geplant: Am Dienstag, 27. Jänner, werden die Bischöfe ab 16 Uhr im Pastoralamt der Erzdiözese (Stephansplatz 6, Dachgeschoß, Raum 603) über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in ihren Ländern sprechen. Die Teilnahme erfordert eine Anmeldung unter https://www.erzdioezese-wien.at/pages/inst/14428415/_calendar/calendar/5961754.html.
Begleitet und organisiert wird der Besuch vom zuständigen Bereich "Kirche im Dialog - Weltkirche & Entwicklungszusammenarbeit" der Erzdiözese Wien. "Die Anwesenheit der Partnerbischöfe bei der Bischofsweihe von Josef Grünwidl macht sichtbar, was Weltkirche im besten Sinn bedeutet: einander begegnen, voneinander lernen und gemeinsam synodal Kirche sein - weltweit", so deren Leiter Palugyay Elisabeth Charlotte und Christian Zettl über den Besuch.
Der künftige Wiener Erzbischof hat sich über die Diözesanpartnerschaften und deren Besuch bereits am Mittwoch bei einer Pressekonferenz erfreut gezeigt. Er sehe "das synodale, gemeinsame Unterwegssein nicht nur hier in Wien, sondern in der weltkirchlichen Verbundenheit", sagte er und bezeichnete die Weltkirche als "bunt" und "etwas sehr Spannendes". Ein verstärkter Blick auf die Weltkirche sei gut, um nicht immer nur mit eigenen Problemen beschäftigt zu sein, den Horizont zu weiten und sich bewusst zu machen, dass dort andere Fragen an erster Stelle stünden.
Junge Lern-Partnerschaft
Seit 2021 unterhält die Erzdiözese Wien Partnerschaften mit den drei Diözesen im Globalen Süden: San Jacinto in Ecuador, Lodwar in Kenia und die Prälatur Infanta auf den Philippinen. Die Zusammenarbeit versteht sich als Glaubens-, Lern- und Solidargemeinschaft. San Jacinto ist halb so groß wie Tirol, aber dichter besiedelt; Lodwar erstreckt sich fast über die Fläche Österreichs bei rund einer Million Einwohnern; Infanta ist ein oft von Taifunen heimgesuchtes Inselgebiet, geprägt kleinen christlichen Gemeinden.
Bei den Partnerschaften geht es in erster Linie um Austausch, Lernen und Solidarität über Kontinente hinweg. Die Diözesen teilen Erfahrungen in Sozial- und Bildungsprojekten, entwickeln Pastoralpläne und suchen gemeinsam Lösungen für lokale Herausforderungen. Im Zentrum stehen die Armen, die als Lehrmeister dienen und die Kirche in ihrem Handeln prägen. Entwicklung könne nur gemeinsam gelingen, als Ausdruck weltkirchlicher Verbundenheit und Solidarität, formulierte dazu die Wiener Diözesansynode. Eine weitere Diözesanpartnerschaft besteht zur Diözese Brünn, deren Bischof und Generalvikar ebenfalls an der Bischofsweihe teilnehmen. (Infos: www.kircheimdialog.wien)