Weihbischof: Kirchen in der Ukraine werden zu Zufluchtsorten
24.01.202610:11
Ukraine/Krieg/Kirche
Wärme, Essen, Strom - im vierten Kriegswinter stehen viele Kirchen den Menschen in der Ukraine offen. Ein Geistlicher erklärt, warum das wichtig ist.
Köln, 24.01.2026 (KAP/KNA) Im vierten Kriegswinter in der Ukraine werden Kirchen einem Geistlichen zufolge zu Zufluchtsorten. "Zum Beispiel ist unsere Kathedrale in Kiew jetzt Tag und Nacht geöffnet", sagte der griechisch-katholische Weihbischof von Lwiw, Wolodymyr Hruza, dem Kölner Online-Portal domradio.de am Freitag. "Dort kann man sich aufwärmen, es gibt Essen, Internet und man kann sein Handy aufladen. Die Bedeutung darf man nicht unterschätzen: Viele haben Verwandte im Ausland oder in der Ostukraine oder warten auf Nachricht von ihren Männern an der Front."
Russland gehe es bei dem Krieg nicht darum, seine Fläche zu vergrößern, sagte Hruza. Stattdessen gehe es um Imperialismus, eine Machtdemonstration in Richtung Europa und um die Weltordnung. "Wenn sich jeder nimmt, was er will, nur aufgrund seiner Stärke, wo führt das hin?", fragte der Weihbischof. "Jeder Mensch hat ein Recht auf Freiheit und ein Leben in seiner Heimat."