Leo XIV. hatte am Sonntag seine Appelle für ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erneuert - Vatikan verstärkt Hilfsbemühungen für ukrainische Bevölkerung
Vatikanstadt/Kiew, 26.01.2026 (KAP) Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat Papst Leo XIV. für seinen erneuten Friedensappell gedankt. "Die Solidarität des Papstes mit den Leidenden, seine Gebete für die Zivilbevölkerung, die den Winter überstehen muss, und sein Appell an die Welt, die Bemühungen zur Beendigung dieses Krieges zu verstärken, sind eindringliche Mahnungen an unsere gemeinsame Menschlichkeit und die dringende Notwendigkeit eines dauerhaften Friedens", schrieb Sybiha auf der Plattform X.
Papst Leo hatte am Sonntag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz seine Appelle für ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erneuert. "Auch in diesen Tagen wird die Ukraine von anhaltenden Angriffen heimgesucht, ganze Bevölkerungsgruppen sind dadurch der winterlichen Kälte ausgesetzt", so das Kirchenoberhaupt.
"Die Fortsetzung der Kampfhandlungen mit ihren immer schwerwiegenderen Folgen für die Zivilbevölkerung vertieft die Kluft zwischen den Völkern und rückt einen gerechten und dauerhaften Frieden in die Ferne", mahnte Leo. Er verfolge die Ereignisse mit großer Trauer und sei in Gedanken und im Gebet bei den Leidenden. "Ich appelliere an alle, ihre Bemühungen zur Beendigung dieses Krieges weiter zu intensivieren."
Vatikan verstärkt Hilfsmaßnahmen
Unterdessen hat der Vatikan seine Hilfsbemühungen für die ukrainische Bevölkerung verstärkt. Der Sozialbeauftragte des Papstes, Kardinal Konrad Krajewski, rief die Menschen in Rom dazu auf, Thermokleidung, Decken und Lebensmittel in die ukrainische Kirche in Rom zu bringen. Der Appell stieß laut Vatikan-Medien auf große Resonanz. Zahlreiche Lastwagen mit lebensnotwendigen Gütern seien bereits auf dem Weg in die Ukraine.
Seit Kriegsbeginn seien mehr als 260 Fahrzeuge mit Hilfsgütern in die Ukraine gefahren, so der Kardinal. Krajewski war von Präsident Wolodymyr Selenskyj für seine karitative Arbeit für die Bevölkerung ausgezeichnet worden. "Die Medaille gebührt nicht mir; ich habe nur meine Pflicht als Priester erfüllt", sagte Krajewski laut Vatican News. Sie gebühre den Menschen guten Willens, die Kleidung, Lebensmittel und Geld gespendet hätten. Dank ihnen habe der Vatikan Ultraschallgeräte, Generatoren und acht Krankenwagen kaufen können, die in die Ukraine gebracht worden seien, so der Almosenbeauftragte des Papstes.
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