Salzburger Pastoralwoche im Zeichen der Relevanz der Gottesfrage
29.01.202614:59
Österreich/Kirche/Glaube/Seelsorge/Tagung
Seelsorgerinnen und Seelsorger der Erzdiözese Salzburg tagten gemeinsam mit Erzbischof Lackner in St. Pölten
St.Pölten/Salzburg, 29.01.2026 (KAP) Wie kann die Kirche in der Gesellschaft die Frage nach Gott wach halten? - Das war das zentrale Thema, um das sich die diesjährige Pastoralwoche der Erzdiözese Salzburg drehte. Die Seelsorgerinnen und Seelsorgern waren dazu mit Erzbischof Franz Lackner im Hippolythaus in St. Pölten zusammengekommen. Die Tagung ist am Donnerstag zu Ende gegangen. Gemeinsam reflektierten die Teilnehmenden zum Leitbild der Erzdiözese: "Wir halten die Frage nach Gott wach. Ihn ständig neu zu entdecken, ihm eine Chance zu geben, dazu sind wir da."
Gastvortragender war der deutsche Theologe Jan Loffeld, Professor für Praktische Theologie an der Tilburg School of Catholic Theology in Utrecht. Loffeld ist zudem Berater der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung.
Für Loffeld ist es "ein Zeichen der Zeit, dass Gott vielleicht zeigt, dass wir ohne ihn nichts sind als Kirche", wurde er in einer Aussendung der Erzdiözese zitiert. Das Wesentliche sei eben gerade die Gottesfrage, auch dann, wenn sie einem nicht mehr gestellt werde, betonte er in seinem Vortrag.
Welche Kirche brauche aber eine Gesellschaft, "in der die Gottesfragen nicht mehr selbstverständlich sind". Das wäre aus seiner Sicht die pastoraltheologisch wichtige Frage: "Welche Seelsorge, welche Seelsorgerinnen und Seelsorger brauchen wir, wenn die Gottesfrage nicht mehr vorausgesetzt werden kann?"