Papst fordert sensible Behandlung von Straftaten in der Kirche
29.01.202614:17
Vatikan/Papst/Strafe/Kirche/Prozess
Mahnung an Disziplinarabteilung der Glaubensbehörde, stets Gerechtigkeit, Wahrheit und Nächstenliebe zugleich zu wahren
Vatikanstadt, 29.01.2026 (KAP) Papst Leo XIV. hat ein sensibles Vorgehen bei der Aufklärung von Straftaten in der katholischen Kirche gefordert. Dabei richtete er sich am Donnerstag an die Disziplinarabteilung seiner Glaubensbehörde im Vatikan. Diese beschäftigt sich unter anderem mit Verfahren von mutmaßlichem Missbrauch durch Geistliche.
"Es handelt sich um einen sehr heiklen Bereich des Dienstes, in dem es von grundlegender Bedeutung ist, dafür zu sorgen, dass die Anforderungen der Gerechtigkeit, der Wahrheit und der Nächstenliebe stets gewahrt und respektiert werden", mahnte Leo XIV.
Anlass seiner Rede vor den katholischen Glaubenshütern war die Vollversammlung des Dikasteriums, das der argentinische Kardinal Víctor Manuel Fernández leitet. Mitarbeitern wie Mitgliedern dankte er für ihre Arbeit - "insbesondere wenn dieser Beitrag in bescheidener und unauffälliger Weise geleistet wird". Im Kontext des derzeitigen epochalen Wandels böte sie den Gläubigen ein klares und deutliches Wort der Kirche und den Bischöfen wertvolle Orientierungshilfen.