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Bild Copyright: © HERMANN WAKOLBINGER

Diözese Linz: Große Sorge um Altbischof Aichern

29.01.2026 18:16
(zuletzt bearbeitet am 29.01.2026 um 18:31 Uhr)
Österreich/Kirche/Altbischof.Aichern/Krankheit
Bischof Scheuer und Abt Eichmann bitten um Gebet für Linzer Altbischof, dessen Gesundheitszustand sich zuletzt deutlich verschlechtert hat
Linz, 29.01.2026 (KAP) In der Diözese Linz ist die Sorge um Altbischof Maximilian Aichern (93) groß. Der Gesundheitszustand Aicherns habe sich zuletzt deutlich verschlechtert, teilte die Diözese Donnerstagabend mit. Bischof Manfred Scheuer und Abt Alfred Eichmann vom Stift St. Lambrecht bitten um das Gebet für Bischof Maximilian.

Altbischof Maximilian bereite sich auf das Sterben vor, nachdem er noch bis zuletzt die kirchlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen mit großem Interesse verfolgt habe, so Scheuer und Eichmann.

Wörtlich hielten der Bischof und der Abt fest: "Voll Dankbarkeit blicken wir auf sein langes, erfülltes und segensreiches Wirken als Abt von St. Lambrecht und als Bischof der Diözese Linz zurück. Jetzt ist es an uns, ihn auf seinem letzten irdischen Weg im Gebet zu begleiten." Die beiden rufen dazu auf, "für Bischof Maximilian um Kraft, Trost und innere Ruhe zu beten und sein Leben vertrauensvoll in Gottes Hände zu legen".

Ordensmann und Bischof

Maximilian Aichern wurde am 26. Dezember 1932 in Wien geboren, arbeitete nach der Matura in der elterlichen Fleischhauerei und trat 1954 in das Kloster St. Lambrecht ein. Nach dem Studium in Salzburg und Rom wurde er 1959 zum Priester geweiht, wurde 1977 Abt von Sankt Lambrecht sowie schon im Jahr darauf zum Abtpräses der österreichischen Benediktiner gewählt. Ende 1981 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Linz, gefolgt von der Bischofsweihe am 17. Jänner 1982 mit rund 10.000 Gläubigen im Linzer Dom.

Höhepunkte in Aicherns diözesanem Wirken waren u.a. die Feier zum 200-jährigen Bestehen der Diözese Linz 1985, eine Diözesanversammlung 1986 und die Besuche von Papst Johannes Paul II., der 1988 nach Enns-Lorch sowie ins ehemalige Konzentrationslager Mauthausen kam. In nur zehn Jahren war Aichern in sämtlichen 485 Pfarren der Diözese zur offiziellen bischöflichen Visitation.

Einen besonderen Namen machte sich Aichern jedoch auch österreichweit als "Sozialbischof": etwa durch seine Federführung beim "Sozialhirtenbrief" der österreichischen Bischöfe 1990, beim Sozialwort der 14 christlichen Kirchen 2003 oder durch seinen vehementen Einsatz in der "Allianz für den arbeitsfreien Sonntag". In Linz gründete er die Bischöfliche Arbeitslosenstiftung und beherbergte Flüchtlingsfamilien im Bischofshaus.

Am 18. Mai 2005 nahm Papst Benedikt XVI. das Rücktrittsgesuch von Bischof Aichern an, der sein Amt vier Monate später an seinen Nachfolger, Bischof Ludwig Schwarz, übergab. Diesen sowie auch den derzeitigen Linzer Diözesanbischof Manfred Scheuer unterstützte Aichern weiter nach seinen Möglichkeiten in liturgischen und repräsentativen Aufgaben
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