Beisetzung von Ex-ORF-Religionschef Gerhard Klein am 7. Februar
02.02.202616:38
Österreich/Kirche/Medien/Klein/Begräbnis
Bestattung und Requiem in Neusiedl am See (Burgenland) - Schönborn: "Ich verliere mit ihm einen Freund"
Wien, 02.02.2026 (KAP) Die Verabschiedung des am 29. Jänner im 73. Lebensjahr nach schwerer Krankheit verstorbenen Religionsjournalisten Gerhard Klein wird am Samstag, 7. Februar, um 11 Uhr in der Aufbahrungshalle am Friedhof in Neusiedl am See stattfinden. Anschließend wird ein Requiem in der Stadtpfarrkirche gefeiert. Zuvor um 10 Uhr wird in der Aufbahrungshalle eine Betstunde für den früheren ORF-Hauptabteilungsleiter und Leiter der Religionsabteilung abgehalten. Der gebürtige Burgenländer war verheiratet, Vater von vier Töchtern und Großvater eines Enkelsohns.
Klein wurde am 17. Juli 1953 in Kittsee geboren. Er studierte Theologie, Philosophie und Anglistik und war seit 1988 für den ORF tätig. Von 1997 bis 2019 war er Chef der Abteilung Religion im ORF-Fernsehen, seit 2010 leitete er zusätzlich die Wissenschaftsabteilung. Zunächst arbeitete er unter dem damaligen Programmintendanten Ernst Wolfram Marboe als Redakteur und Dramaturg der Abteilung Fernsehspiel. Später übernahm Klein die Religions-Sendungen "Orientierung", "FeierAbend" und "kreuz und quer" im ORF-Fernsehen. Die Sendungen wurden unter seiner Leitung mit dem Dr.-Karl-Renner-Publizistikpreis (für "Orientierung"), dem Claus Gatterer-Preis, dem Erasmus Media Award und dem "Romy"-Jurypreis (für "kreuz und quer") ausgezeichnet.
Nach seiner Pensionierung übernahm Klein 2019 die Journalistische Leitung der KMA. Dieses Amt hatte er bis zu seinem Tod inne. Der damalige "Medienbischof" und frühere KMA-Präsident, Kardinal Christoph Schönborn, bezeichneten Klein damals als "Glücksfall" für die KMA, da er nicht nur über eine "immense Erfahrung" und journalistische Professionalität verfügte, sondern auch über ein hohes Verantwortungsbewusstsein.
"Mit ihm verlieren wir einen herausragenden Menschen und Journalisten - und ich darf auch sagen: ich verliere mit ihm einen Freund", teilte der frühere Wiener Erzbischof gegenüber der Nachrichtenagentur Kathpress nach dem Tod Kleins mit. Über viele Jahre habe sie eine von "tiefer, gegenseitiger Wertschätzung" geprägte Freundschaft verbunden.
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