Vereinigte Arabische Emirate/Islam/Astronomie/Religionsfest oder Feiertag
Wann der muslimische Fastenmonat beginnt, hängt mit dem Erscheinen des neuen Mondlichts zusammen. Viele Kalender nennen für dieses Jahr den 18. Februar. Wissenschaftler in Abu Dhabi rechnen mit einer Verschiebung.
Abu Dhabi , 03.02.2026 (KAP/KNA) Der Fastenmonat Ramadan wird nach Einschätzung arabischer Astronomen erst am 19. Februar beginnen. Die erste Mondsichel werde am Abend des 17. Februar in weiten Teilen der islamischen Welt noch nicht zu sehen sein, meldete die Zeitung "Gulf News" am Montag unter Berufung auf das International Astronomical Center in Abu Dhabi. Viele Kalender haben bislang den 18. Februar als Beginn des Ramadan verzeichnet. Am selben Tag beginnt auch für Katholiken heuer die Fastenzeit, die auch vorösterliche Bußzeit genannt wird.
Grund für die mögliche Änderung des Beginns des Ramadans ist, dass am Abend des 17. Februar der Mond beispielsweise in Indonesien, dem bevölkerungsreichsten muslimischen Land, schon sechs Minuten untergegangen sein wird, bevor man den ersten erleuchteten Streifen hätte sehen können. Im saudi-arabischen Riad taucht er 42 Sekunden vor Sonnenuntergang unter die Horizontlinie. Dagegen bleibt der Mond in Algier noch für sechs Minuten am Abendhimmel.
Unter dem Danjon-Limit
Aber auch dann ist laut den Wissenschaftlern die Sichel nicht sichtbar; nach dem sogenannten Danjon-Limit, einer auf den französischen Astronomen André Danjon (1890-1967) zurückgehenden Regel, sei hierfür ein Abstand des Mondes von mindestens sieben Grad von der Sonne nötig.
Der Ramadan wird von Muslimen weltweit als heiliger Monat begangen. Im Mittelpunkt stehen Besinnung, Gebet und gastliche Gemeinschaft. Äußerlich prägt strenges Fasten vom Morgengrauen bis zum Sonnenuntergang die vier Wochen. Sie enden mit dem dreitägigen Fest des Fastenbrechens, Eid al-Fitr.