Diözese Bozen-Brixen: Fortbildung für Priester im Zeichen des Wandels
03.02.202613:53
Italien/Kirche/Gesellschaft/Glaube/Fortbildung
Weiterbildungstage nahmen Rolle der Priester und Seelsorger im Heute in den Blick - Bischof Muser: Eine glaubwürdige Kirche darf nicht bei alten Mustern stehen bleiben
Bozen, 03.02.2026 (KAP) Die Frage, wie Glaube, Gemeinschaft und kirchliches Leben in einer Zeit lebendig bleiben, in der sich viele Menschen von der Kirche entfremden, stand im Zentrum der Priesterfortbildungstage der Diözese Bozen-Brixen unter dem Titel "Kirche neu denken". Vergangene Woche waren 57 Priester aus der Diözese in Roverè Veronese zusammengekommen, um auch die Rolle der Priester in der Welt von heute zu diskutieren, wie die Diözese am Dienstag mitteilte. Gemeinsam mit Bischof Ivo Muser und Generalvikar Eugen Runggaldier wurde der Frage nachgegangen, wie Kirche in einer Zeit des Wandels glaubwürdig bleiben und - so Bischof Muser - "offen für die Menschen und deren Fragen sein kann".
"Eine glaubwürdige Kirche lebt davon, dass sie hinhört, sich für die Menschen öffnet und nicht bei alten Mustern stehenbleibt", betonte Muser. Die Aufgabe der Geistlichen sei es, "gemeinsam unterwegs zu sein, Veränderungen anzunehmen und überall dort präsent zu sein, wo Menschen Begleitung und Hoffnung suchen".
Gastreferent Don Rolando Covi, Theologe aus Trient, betonte, dass die Suche nach Sinn und Zugehörigkeit trotz aller Veränderungen in der Gesellschaft bestehen bleibe. Kirche müsse heute vor allem aufmerksam zuhören, neue Formen der Begegnung ermöglichen und gerade dort präsent sein, wo Menschen Unterstützung und Orientierung suchen.
Priester sollten sich nicht als Einzelkämpfer verstehen, sondern als Teil eines Teams, das gemeinsam mit Engagierten aus der Pfarre Verantwortung trägt, so Covi. Die Pfarre dürfe nicht als starre Institution verstanden werden, sondern "als lebendiger Ort der Begegnung, an dem Menschen aller Generationen zusammenkommen, sich austauschen und gegenseitig stärken können".