Diözese Eisenstadt startet "Literarische Zukunftsgespräche"
04.02.202615:43
Österreich/Kirche/Bildung/Literatur
Bildungsprogramm mit bekannten Theologen ab 16. Februar mit Martin Jäggle, Wolfgang Treitler, Andrea Lehner-Harmann und Martin Stowasser
Eisenstadt, 04.02.2026 (KAP) Die Diözese Eisenstadt startet gemeinsam mit dem Forum Katholischer Erwachsenenbildung ein neues Bildungsformat unter dem Titel "Literarische Zukunftsgespräche". Initiiert wird die Reihe vom Literaturwissenschaftler, Theologen und Religionspädagogen Lukas Pallitsch. Ziel sei es, mithilfe literarischer Texte gesellschaftliche, religiöse und ethische Fragestellungen zu reflektieren und den eigenen Blickwinkel zu erweitern, wie es in einer Aussendung der Diözese von Mittwoch heißt.
Angesichts gegenwärtiger Krisen und einer zunehmenden religiösen und kulturellen Vielfalt gehe es darum, Orientierung zu fördern und unterschiedliche Perspektiven wahrzunehmen, heißt es zur Zielsetzung des Formats. Literatur könne dazu beitragen, Denkhorizonte zu öffnen und einen Dialog über persönliche und gesellschaftliche Fragen anzustoßen.
Das erste "Literarische Zukunftsgespräch" findet am 16. Februar um 19 Uhr im Weinwerk Burgenland in Neusiedl am See statt. Im Mittelpunkt steht der Roman "Judas" von Amos Oz. Pallitsch diskutiert mit dem Theologen Martin Jäggle. Dieser wird darauf eingehen, wie Oz Judas "nicht als Verräter, sondern als komplexen und letztlich gescheiterten Menschen schildert", so Jäggle.
Für 2026 sind noch drei weitere Gespräche geplant: Am 16. April stehen die Werke "Mein Fall" von Josef Haslinger und "Sehr gut" von Wolfgang Treitler im Fokus, verbunden mit der Frage nach Missbrauch in der Kirche. Zu Gast ist der Theologe Wolfgang Treitler.
Im Oktober folgt ein Gespräch zu "Frei" von Lea Ypi mit Andrea Lehner-Harmann, Dekanin der Theologischen Fakultät der Universität Wien. Den Abschluss bildet im Dezember ein Austausch zum Weihnachtsevangelium (Lk 2,1-21) mit dem Theologen und Bibelwissenschaftler Martin Stowasser.