Diözese Linz: Letzte Vorbereitungen für Aichern-Requiem am Samstag
05.02.202617:14
Österreich/Kirche/Aichern/Requiem
Bischof Scheuer steht am Samstag dem Trauergottesdienst im Mariendom vor, zu dem zahlreiche Bischöfe, Vertreterinnen und Vertreter der Orden, der Ökumene und der Politik ihr Kommen zugesagt haben - Mariendom bietet Platz für 10.000 Mitfeiernde
Linz, 05.02.2026 (KAP) Mit einem feierlichen Requiem am Samstag, 7. Februar, um 12 Uhr nimmt die Diözese Linz Abschied von Altbischof Maximilian Aichern. Die letzten Vorbereitungen für die Trauerfeierlichkeiten laufen auf Hochtouren, wie die Diözese am Donnerstag mitteilte. Tausende Mitfeiernde aus Oberösterreich und weit darüber hinaus werden zum Requiem für den am 31. Jänner im 94. Lebensjahr verstorbenen Bischof erwartet. Der Linzer Mariendom bietet mehr als 10.000 Personen Platz. Das Requiem wird in ORF III live übertragen.
Hauptzelebrant ist Bischof Manfred Scheuer, der auch die Predigt halten wird. Konzelebranten sind der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl, der emeritierte Belgrader Erzbischof Stanislav Hocevar, Bischof Alois Schwarz (St. Pölten) und Bischof Wilhelm Krautwaschl (Graz); ebenso der St. Pöltner Altbischof Klaus Küng, die Weihbischöfe Anton Leichtfried, Franz Scharl, Hansjörg Hofer und sowie Benediktiner-Abtpräses Johannes Perkmann. Auch der Apostolische Nuntius Pedro Lopez-Quintana wird am Requiem teilnehmen. Zudem haben u.a. der Generalvikar der Linzer Partnerdiözese Budweis, David Henzl, und der Rektor des päpstlichen Instituts Santa Maria dell'Anima in Rom, Michael Max, ihr Kommen zugesagt.
Lang ist die Liste der heimischen Äbte, Provinziale und Ordensoberinnen. So kommen etwa der Abt von Bischof Maximilians Heimatkloster St. Lambrecht, Alfred Eichmann und dessen Vorgänger Benedikt Plank und Otto Strohmaier, der Abtpräses der Österreichischen Benediktinerkongregation Johannes Perkmann, Abt Reinhold Dessl (Stift Wilhering), Abt Lukas Dikany und sein Vorgänger Martin Felhofer (Stift Schlägl), Abt Bernhard Eckerstorfer (Stift Kremsmünster), Propst Markus Grasl (Stift Reichersberg), Propst Klaus Sonnleitner (Stift St. Florian) und Abt Nikolaus Thiel (Stift Schlierbach), P. Christoph Eisentraut (Provinzial der Kongregation der Missionare von Mariannhill), außerdem Propst em. Maximilian Fürnsinn (Stift Herzogenburg) und Abt em. Johannes Jung (Schottenstift).
Von den oberösterreichischen Frauenorden werden Generaloberin Sr. Margret Grill (Marienschwestern vom Karmel) und ihre Vorgängerin Sr. Michaela Pfeiffer-Vogl, Priorin Sr. Hanna Jurman (Benediktinerinnen von Steinerkirchen) und Vertreterinnen der Barmherzigen Schwestern, der Elisabethinen, der Franziskanerinnen und der Kreuzschwestern am Requiem teilnehmen.
Als Vertreterinnen und Vertreter der Ökumene und der Religionen werden u. a. von der Evangelischen Kirche Superintendent Gerold Lehner und Superintendentialkuratorin Renate Bauinger erwartet, weiters Erzpriester Dragan Micic von der Serbisch-orthodoxen Kirche, Goran Ostojic von der Griechisch-orthodoxen Kirche, Präsidentin Charlotte Herman von der Israelitischen Kultusgemeinde und Murat Baser von der Islamischen Religionsgemeinde.
Auch zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft werden am Requiem teilnehmen. Die Politik wird dabei an erster Stelle von Landeshauptmann Thomas Stelzer und seinem Vorgänger Josef Pühringer vertreten.
Die Kollekte (Kirchensammlung) kommt dem Fonds zur Finanzierung pastoraler Projekte in Mittel- und Osteuropa (Osthilfefonds) zugute. Der Osthilfefonds wurde von Bischof Aichern 1996 gegründet und unterstützt vor allem in Belarus, Rumänien und Bosnien-Herzegowina Projekte, die das kirchliche Leben fördern und den Einsatz der Kirche in den Bereichen Bildung, Soziales und Menschenrechte stärken.
Am Ende des Gottesdienstes werden Landeshauptmann Thomas Stelzer, der evangelische Superintendent Gerold Lehner und die Geschäftsführende Vorsitzende des Pastoralrats der Diözese Linz, Brigitte Gruber-Aichberger, Worte des Gedenkens sprechen.
Über mehrere Monitore kann das Geschehen im Altarraum von allen Plätzen im Dom aus gut mitverfolgt werden, wie es in der Aussendung der Diözese hieß. Für gehörlose Mitfeiernde wird der gesamte Festgottesdienst von zwei Dolmetscherinnen in die Österreichische Gebärdensprache gedolmetscht. Die Dolmetschung wird ebenfalls auf den Monitoren eingeblendet.
Mehrtägige Trauerfeierlichkeiten
Die Gebete für den Verstorbenen beginnen an diesem Donnerstagabend. Bischof Scheuer feiert um 18.15 Uhr den Abendgottesdienst in der Krypta. Danach besteht von 19 bis 20 Uhr die Möglichkeit zur persönlichen Verabschiedung von Bischof Aichern, der in der Turmkapelle aufgebahrt ist.
Am Freitag, 6. Februar, beten die Mitglieder des Domkapitels um 7.45 Uhr die Laudes (Morgenlob) in der Turmkapelle beim Sarg. Zwischen 7.45 und 18 Uhr besteht wiederum die Möglichkeit zur persönlichen Verabschiedung. Nach dem Abendgottesdienst findet um 19 Uhr eine Totenwache statt. Dazu wird der Sarg vor den Altar des Mariendoms gebracht. Am Samstag, 7. Februar, haben die Gläubigen dort zwischen 8 und 12 Uhr erneut Gelegenheit zur persönlichen Verabschiedung von Bischof Aichern. Um 12 Uhr folgt dann das Requiem.
Nach den Trauerfeierlichkeiten in Linz wird der Sarg mit der sterblichen Hülle Aicherns in sein Heimatkloster St. Lambrecht überstellt. Dort wird der Leichnam vom Abt und den Mitbrüdern empfangen und in die Stiftskirche geleitet. Am Sonntag, 8. Februar, wird Bischof Aichern ab 11.30 Uhr in der Stiftskirche aufgebahrt. Am Montag, 9. Februar, wird um 14 Uhr ein vom Abtpräses der Benediktiner, Johannes Perkmann, geleitetes Requiem in der Stiftskirche gefeiert. Danach folgt die Einsegnung durch den Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl und die Beisetzung in der Äbtegruft der Stiftskirche unter der Leitung von Abt Alfred Eichmann.