Neue rumänisch-orthodoxe Kirche im steirischen Gleisdorf
05.02.202611:02
Österreich/Kirche/Orthodoxie
Kirche nach nur einjähriger Bauzeit so weit fertiggestellt, dass die örtliche rumänisch-orthodoxe Pfarrgemeinde darin bereits ihre Gottesdienste feiert
Graz, 05.02.2026 (KAP) Im steirischen Gleisdorf hat die örtliche rumänisch-orthodoxe Pfarrgemeinde in Rekordzeit eine eigene Kirche gebaut. Erst im Herbst 2024 war Baubeginn, Mitte Jänner 2026 erfolgte schon die feierliche Altarweihe. Die Kirche ist bereits soweit fertiggestellt, dass die Gemeinde ihre Gottesdienste darin feiert, wie Pfarrer Catalin Horvath am Donnerstag gegenüber Kathpress berichtete. Ausständig sind etwa noch die Wandmalereien im Inneren und die Anbringung der Außenfassade.
Zur Altarweihe am 17. Jänner waren u. a. Metropolit Serafim (Joanta), Bischof Sofian (Brasoveanul) und Bischof Macarie (Dragoi) gekommen. Nicht nur für die örtliche Gemeinde, sondern für die gesamte rumänisch-orthodoxe Kirche in Österreich sei die Altarweihe ein Grund großer Freude gewesen, wie auch die Teilnahme von mehr als 20 Geistlichen aus ganz Österreich und von vielen Gläubigen verdeutlichte, so der Pfarrer.
Die Gemeinde wurde erst Anfang 2019 gegründet, um den rumänisch-orthodoxen Gläubigen in der Oststeiermark eine bessere Heimat zu bieten. Zuvor mussten die Menschen zu den Gottesdiensten nach Graz fahren. Für die Gottesdienste war die Gemeinde in der katholischen Marienkirche in Gleisdorf zu Gast. Mit der neuen eigenen Kirche werde nun die Identität der Gemeinde nochmals deutlich gestärkt, so Pfarrer Horvath. Die Grundsteinlegung für die Kirche fand am 1. April 2023 statt, die Bauarbeiten begannen am 9. November 2024.
Die neue Kirche ist dem Heiligen Joseph von Partos (1568-1656), der vor allem in der Rumänisch-orthodoxen Kirche verehrt wird, und dem Heiligen Rupert von Salzburg geweiht. Insofern gibt es auch einen starken spirituellen Österreich-Bezug.
Die Gemeinde zählt laut dem Pfarrer rund 400 ständige Mitglieder. Die Gottesdienste werden großteils auf Rumänisch, teils auch mit Gebeten auf Deutsch abgehalten.