Innsbrucker Bischof zum Auftakt der Winterspiele in Richtung österreichisches Team: Wünsche gelungene Wettkämpfe, Konzentration und vor allem Gesundheit
Innsbruck, 06.02.2026 (KAP) Auf die weitreichende Bedeutung von Olympia hat der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler anlässlich der Eröffnungsfeiern am Freitag in Mailand und Cortina d'Ampezzo hingewiesen. Die Winterspiele seien weit mehr als ein Wettkampf um Medaillen. "Sport spricht eine Sprache, die alle verstehen: Fairness, Respekt und die Fähigkeit, mit Erfolgen und Niederlagen gut umzugehen." Gerade in einer Zeit großer Belastungen und vielfältiger Aggressionen könne diese Haltung über Grenzen hinweg verbinden, so der Innsbrucker Oberhirte in einer Aussendung am Freitag.
Er selbst sei gerne auf der Piste oder auf der Rodelbahn und verfolge die Winterspiele mit großem Interesse, betonte der Bischof. Seine Wünsche richtete er an alle Teilnehmenden, besonders jedoch denen aus Tirol: "Gelungene Wettkämpfe, Konzentration im entscheidenden Moment und vor allem Gesundheit." Die Athletinnen und Athleten mögen "heil und gestärkt zurückkehren und spüren, dass viele Menschen in Tirol mitfiebern und ihnen die Daumen drücken", so Glettler.
Rund ein Drittel der Athleten des 115-köpfigen österreichischen Teams stammen aus Tirol, was der Bischof als "starkes Zeichen" für die Bedeutung des Wintersports im Bundesland wie auch für die jahrelange, oft unsichtbare Aufbauarbeit bezeichnete. Tirol sei ein "Sportland, das für Verlässlichkeit und Ausdauer steht". Diese Werte würden die viele Athletinnen und Athleten auch in den internationalen Wettkampf hineintragen.
Glettler erinnerte daran, dass bei den Sportlerinnen und Sportlern im Hintergrund viele beteiligte Personen mit enormer Fachkompetenz in Training, Betreuung und Sportverbänden stünden; ebenso aber auch die still unterstützenden Familien, "die Rückhalt geben, Geduld haben und auch schwierige Phasen mittragen", was ein "wesentlicher Teil jedes Erfolgs" sei. Leistungssport verlange schließlich nicht nur körperliche Stärke, sondern auch innere Ruhe und Vertrauen - "sowie das Wissen, dass der Wert eines Sportlers oder einer Sportlerin nicht allein an Platzierungen oder errungenen Medaillen hängt".