Guterres: "Der einzige Kampf zwischen Nationen sollte auf dem Sportplatz stattfinden, nicht auf dem Schlachtfeld"
New York, 07.02.2026 (KAP/KNA) UN-Generalsekretär António Guterres hat zur Eröffnung der Winterspiele in Italien an den Geist des Olympischen Friedens appelliert. "Der einzige Kampf zwischen Nationen sollte auf dem Sportplatz stattfinden, nicht auf dem Schlachtfeld", mahnte Guterres am Freitag in einer vorab verbreiteten Botschaft. Er rief Konfliktparteien zu einer Waffenruhe auf. "Lasst uns gemeinsam streben - nach Gold, ja, aber noch mehr nach Frieden", sagte Guterres.
Ähnlich hatte Papst Leo XIV. erklärt, die Sportwettkämpfe weckten "die Hoffnung auf eine Welt in Frieden". Verantwortungsträger in aller Welt sollten die Gelegenheit nutzen, "um konkrete Gesten der Entspannung und des Dialogs zu setzen", sagte er vergangenen Sonntag.
Die Idee des Olympischen Friedens hat ihren Ursprung in der Antike. Eine Vereinbarung zwischen den griechischen Stadtstaaten sollte den Athleten eine An- und Abreise unbehelligt von laufenden Fehden ermöglichen. Eine UN-Resolution im Jahr 1993 griff den Gedanken wieder auf, blieb aber in der Praxis vielfach unbeachtet. Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo dauern vom 6. bis 22. Februar.