Auch Medikamente und Lebensmittel in Papst-Hilfstransport für Kiew und Fastiw
Vatikanstadt, 09.02.2026 (KAP) Inmitten einer schweren Kältewelle und wiederholter russischer Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur hat Papst Leo XIV. über sein Almosenamt drei Lastwagenladungen mit 80 Stromgeneratoren sowie Medikamenten und Lebensmitteln in die Ukraine geschickt. Ziel der Lieferung sind den Raketeneinschlägen inmitten des extremen Winters besonders betroffenen Regionen wie Fastiw und Kiew, hieß es in einem Bericht auf Vatican News (Montag).
An Medikamenten wurden vor allem Antibiotika, Entzündungshemmer und als Einschlafhilfe Melatonin geschickt. Diese Mittel seien aufgrund der ständigen Angriffe und des erhöhten Stresslevels derzeit besonders gefragt. Unterstützt wurde die Lieferung unter anderem durch die italienische Organisation Banco Farmaceutico und verschiedene Pharmaunternehmen.
Die Verteilung der Hilfsgüter vor Ort erfolgt durch ein Netzwerk von Pfarrstrukturen. Die ersten Generatoren in Kiew seien bereits in Betrieb genommen worden, während in Rom bereits ein weiterer Lkw mit Hilfsgütern beladen wird. Kardinal Konrad Krajewski, der Leiter des Almosenamts, dankte den Spendern, die die Aktion ermöglicht haben.
In der Ukraine herrschen derzeit Nachttemperaturen bis zu minus 15 Grad Celsius. Viele Menschen müssen ihre nicht beheizbaren Wohnungen verlassen und suchen Schutz in Notunterkünften. Dort werden die Generatoren eingesetzt, um die Räume zu beheizen und warme Mahlzeiten zu ermöglichen. Tagsüber steigen die Temperaturen kaum über minus 10 Grad.
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