Vor Ort für die Entwicklungsorganisation Horizont3000 und in Kooperation mit Caritas Vorarlberg tätige Österreicherin berichtet von gravierenden wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Überschwemmungen
Wien/Maputo, 13.02.2026 (KAP) Nach den schweren Überschwemmungen im Süden Mosambiks sind die wirtschaftlichen und sozialen Folgen für viele Menschen massiv. Das berichtet die Österreicherin Edith Speiser, die aktuell über die Entwicklungsorganisation Horizont3000 und in Kooperation mit Caritas Vorarlberg in dem afrikanischen Land tätig ist, gegenüber der Nachrichtenagentur Kathpress (Freitag). Die Fluten hätten zahlreiche Häuser und die Ernte auf vielen landwirtschaftlichen Flächen zerstört. Damit seien sowohl die mittelfristige Nahrungsversorgung gefährdet als auch Einkommensgrundlagen für viele Familien. Stehendes Wasser und eingeschränkte Hygienebedingungen begünstigten zudem die Ausbreitung von Malaria, Cholera und anderer Durchfallerkrankungen.
Speiser ist Beraterin für das von der internationalen Ordensgemeinschaft der Missionsschwestern vom kostbaren Blut getragene Projekt "Kaminhos", das in den Provinzen Maputo und Tete vier Tageszentren für Waisen und besonders vulnerable Kinder und Jugendliche betreibt. Auch bei Tageszentren des Projekts seien nach dem starken Regen und eindringendem Wasser Instandsetzungs- und Renovierungsarbeiten notwendig, um den regulären Betrieb wieder dauerhaft sicherzustellen. Die gravierendsten Folgen der Überschwemmungen beträfen jedoch die wirtschaftliche Situation der betreuten Familien, berichtete Speiser.
"Kaminhos" bittet um Spenden zur Wiederherstellung und nachhaltigen Sicherung der Lebensgrundlagen Betroffener. Diese würden für Soforthilfe zur Sicherung der Nahrungs- und Trinkwasserversorgung, für Medikamente und andere Gesundheits- und Hygienemaßnahmen verwendet. Zur mittelfristigen Stabilisierung der Lage der Menschen tragen Maßnahmen wie die Reparatur und der Wiederaufbau stark beschädigter Häuser oder die Bereitstellung von Saatgut für die nächste Anbausaison bei.
Das am Indischen Ozean gelegene Mosambik wird zu Jahresbeginn regelmäßig von Zyklonen heimgesucht, die oft schwere Verwüstungen anrichten. Der Staat gilt als extrem betroffen von Extremwetter: Laut einem Weltbank-Bericht wurde Mosambik allein im Zeitraum zwischen 1980 und 2022 von 28 Zyklonen, 20 schweren Überschwemmungen und 15 Dürreperioden getroffen.