Feldkirchen Bischof ruft in Fastenhirtenbrief dazu auf, das Leben von der Botschaft Jesu her neu zu ordnen - "Wenn allerorten die Welt Kopf steht, weil Macht rücksichtslos ausgelebt wird oder Tugenden und Werte in Misskredit gebracht werden, setzen wir auf die Botschaft des Evangeliums"
Feldkirch, 17.02.2026 (KAP) Gerade in einer vermeintlich verkehrten und auf dem Kopf stehenden Welt lädt die Fastenzeit dazu ein, den inneren Kompass neu zu justieren, "sich wieder auf die Beine zu stellen und das Leben von der Botschaft Jesu her neu zu ordnen". Das schreibt der Feldkircher Bischof Benno Elbs in seinem heurigen Fastenhirtenbrief. Der Brief wird am kommenden 1. Fastensonntag in den Gottesdiensten in der Diözese Feldkirch verlesen.
Immer wieder würden Menschen zu ihm sagen: "Es steht nicht gut um unsere Zeit. Ich habe meine Hoffnung auf eine gute Zukunft verloren. Die Welt steht Kopf und ich weiß nicht, wo ich noch Zuversicht finden kann." Dem hält Bischof Elbs entgegen: "Wenn allerorten die Welt Kopf steht, weil Macht rücksichtslos ausgelebt wird oder Tugenden und Werte in Misskredit gebracht werden, setzen wir auf die Botschaft des Evangeliums. Wir vertrauen auf die verändernde Kraft von Nächstenliebe und Solidarität, auf den Wert von Gemeinschaft und auf die Botschaft eines Gottes, der eine gute Zukunft für die Menschheit will." Als Christinnen und Christen "leben wir aus einer Hoffnung, die nie stirbt", so der Bischof.
Die österliche Bußzeit zeige: "Es geht auch anders. Wir können aufeinander zugehen, ohne aufeinander loszugehen. Wir können Gott und einander vertrauen ohne falsche Hintergedanken. Und wir können das Evangelium heute leben: überzeugt, hoffnungsvoll, einladend für andere." Das seien "wahre Wegweiser durch die kommende Fastenzeit".
Es gelte, von Jesus zu lernen "und unsere Taufberufung neu bejahen". Gott habe den Menschen in der Taufe unwiderruflich seine Liebe und Treue zugesagt. "Ostern zeigt uns dann", so Elbs, "was diese Umkehr bewirkt. In der Auferstehung Jesu kehrt Gott das um, was in unserer Welt und im Leben verkehrt erscheint. Verzweiflung wird in Hoffnung verwandelt und der Tod verliert seine Macht und wird zur Vollendung in Gott."
Durch die Taufe seien die Christinnen und Christen Zeuginnen und Zeugen der Auferstehung. "So sollen Glaube, Hoffnung und Liebe durch uns weite Kreise ziehen und schon heute etwas von einer neuen österlichen Wirklichkeit sichtbar machen", schreibt Bischof Elbs.