Von Eltern initiierte Privatschulen mittlerweile mit Standorten in Wien, Niederösterreich, Salzburg und der Steiermark vertreten
Wien, 17.02.2026 (KAP) Christliche Werte, individuelle Förderung und Persönlichkeitsbildung stehen im Zentrum des Konzepts der Stella International Schools. Was 2010 in Wien mit der Initiative einiger Eltern für einen Kindergarten begann, ist heute ein wachsendes Netzwerk konfessioneller Privatschulen in mehreren Bundesländern. Angesichts überfüllter Klassen und struktureller Herausforderungen im öffentlichen Schulwesen steige die Nachfrage nach Alternativen deutlich, heißt es vonseiten des Trägers in einem Bericht auf dem Online-Portal der Wochenzeitung "Die Tagespost" (Dienstag).
Der Name "Stella" - lateinisch für Stern - sei bewusst gewählt worden, wird Gründerin und Vereinsvorsitzende Heidi Burkhart zitiert: Er solle symbolisieren, "dass die Schüler sich zu strahlenden Persönlichkeiten entwickeln dürfen und bereit sind, Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen". 2013 wurde der Verein Stella International School gegründet. Ziel sei es gewesen, "eine öffentliche konfessionelle Schule nach den Bestimmungen des Konkordates und in enger Zusammenarbeit mit dem Diözesanen Schulamt einzurichten".
In der Wiener Donaucity entstand ein Schulcampus mit Kindergarten. 2018 starteten eine erste Volksschulklasse und der Kindergartenbetrieb, 2024 erfolgte die Übersiedlung in ein neu errichtetes Gebäude. Derzeit werden acht Volksschulklassen, vier Kindergartengruppen sowie ein Gymnasium geführt. Im Schuljahr 2026/27 soll der erste Jahrgang maturieren. Ein Großteil der Gymnasiasten kommt aus der eigenen Volksschule.
Als Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht werden die Lehrkräfte von der Bildungsdirektion finanziert, Infrastruktur und laufende Kosten trägt der Träger. Eltern leisten Schulgeld, zusätzlich tragen Sponsoren und Spender zur Finanzierung bei. Rund 700 Kinder müssten Kindergarten, Volks- und Oberstufe besuchen, "dann sind die Kosten gedeckt", so die studierte Pädagogin.
Glaube und "gute Gewohnheiten"
Inhaltlich setzt Stella auf eine werteorientierte Pädagogik. "Wir versuchen, einen gelebten katholischen Glauben zu vermitteln, weil dieser ein bedeutender Teil einer ausgewogenen Persönlichkeitsentwicklung ist", sagt Burkhart. Gemeinsames Beten und das Feiern religiöser Feste gehörten dazu, "aber immer altersgerecht". Zugleich stünden Kindergarten und Schulen allen Konfessionen offen.
Schon im Kindergarten werde auf "gute Gewohnheiten" Wert gelegt, die monatlich eingeübt werden. In der Volksschule wird teilweise bilingual unterrichtet. Neben Leistungsorientierung betont Burkhart die Bedeutung von Herzens- und Charakterbildung. In regelmäßigen Gesprächen werde "genau auf die Entwicklung jedes einzelnen Kindes eingegangen". Eltern würden ausdrücklich in die Bildungsarbeit eingebunden.
Im Gymnasium rückt die Persönlichkeitsbildung weiter in den Mittelpunkt. Kinder sollten den "Leader in sich" entdecken und lernen, eigenverantwortlich zu handeln. Ergänzend wurde ein Mentoring-Programm aufgebaut, in dem Erwachsene Patenschaften für Schülerinnen und Schüler übernehmen.
Ein Alleinstellungsmerkmal sei zudem das "Stella Parents Leadership Seminar". In Online-Workshops würden Eltern dabei unterstützt, "proaktiv eine persönliche Vision zu formulieren" und an Selbstmanagement sowie Kommunikation zu arbeiten. Das Seminar basiert auf Stephen Coveys "The 7 Habits of Highly Effective People" und wird von Burkhart geleitet.
Für Werte begeistern
Inzwischen gibt es weitere Stella-Standorte in Niederösterreich, Salzburg und der Steiermark. Jede Neugründung beginne mit einer engagierten Elterninitiative, danach folgten Gespräche mit Bildungsdirektion und diözesanem Schulamt sowie die Sicherstellung der Finanzierung. Burkhart zeigt sich überzeugt: "Wenn ein Projekt gut durchdacht und schlüssig ist, dann gibt es auch Sponsoren." Ihr Appell lautet: "Nicht jammern über den Niedergang der Gesellschaft, sondern Menschen begeistern für die Idee einer werteorientierten Schule."