IGGÖ: Ramadanbeginn unter dem Motto "Zeit für Zuversicht"
18.02.202613:55
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IGGÖ-Präsident Vural: "Ramadan nicht nur Zeit des Fastens, sondern Zeit der inneren Einkehr, Selbstreflexion und Verantwortung füreinander" - Erster Fasttag am 19. Februar
Wien, 18.02.2026 (KAP) Mit dem heutigen Sonnenuntergang beginnt für MuslimInnen der Fastenmonat Ramadan: Am Donnerstag, 19. Februar, ist somit der erste Fastentag. "Der Ramadan ist nicht nur eine Zeit des Fastens, sondern eine Zeit der inneren Einkehr, der Selbstreflexion und der Verantwortung füreinander", so der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) Ümit Vural in einer Aussendung am Mittwoch. Der Ramadan sei ein besonderer Monat, der dazu einlade "bewusst als Raum für Hoffnung, Mitmenschlichkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu erleben", hieß es weiter. Die IGGÖ habe die muslimische Fastenzeit daher unter das Motto "Zeit für Zuversicht" gestellt und lade dazu ein, "diesen Monat als Zeit der Zuversicht, des Dialogs und der Menschlichkeit zu begreifen".
"In einer Welt voller Unsicherheit brauchen wir mehr denn je Hoffnung und Vertrauen", betonte Vural. Und weiter: "Zuversicht ist eine aktive Haltung, Brücken zu bauen, den Dialog zu fördern und respektvoll miteinander umzugehen. Sie bedeutet, sich nicht von Angst und Polarisierung bestimmen zu lassen, sondern den Glauben an das Gute, den Menschen und an ein friedliches Zusammenleben zu stärken."
Das heurige Ramadan-Motto wolle dazu ermutigen, Vertrauen in Gott, in das Gute im Menschen zu haben sowie gemeinsame Verantwortung füreinander zu stärken, so die IGGÖ. Der Monat biete konkret Gelegenheit, innezuhalten und sich auf das Wesentliche zu besinnen - sei es die spirituelle Verbindung zu Gott, der Zusammenhalt in der Gemeinschaft oder der Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Menschlichkeit.
Muslime fasten während des Ramadan von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang. Der Monat steht jedoch nicht nur für Verzicht, sondern auch für Achtsamkeit, Solidarität und das verstärkte Teilen mit Bedürftigen. Zahlreiche Moscheen und Gemeinden in Österreich gestalten diese Zeit daher mit gemeinsamen Gebeten, solidarischen Initiativen und offenen Begegnungen. "Die IGGÖ lädt alle Gemeinden dazu ein, diesen gesegneten Monat mit offenen Herzen, helfenden Händen und einem klaren Bekenntnis zu Mitmenschlichkeit gemeinsam zu gestalten", heiß es dazu am Mittwoch. Die IGGÖ ermutige zudem die Fastenden, ihre alltäglichen Aufgaben in Arbeit, Schule und Familie "weiterhin engagiert und verantwortungsvoll wahrzunehmen".