Kardinal Marx bekräftigt Kirchenposition gegen Rassismus
20.02.202614:05
Deutschland/Rassismus/Gesellschaft/Kirche
Münchner Erzbischof in Hirtenwort: "Katholisch sein und völkisch-nationalistisch sein, rassistisch oder gar antisemitisch sein, kann nicht zusammengehen"
München, 20.02.2026 (KAP/KNA) Der deutsche Kardinal Reinhard Marx hat Christinnen und Christen zur Wahrung der Menschenwürde aufgerufen. Die Bibel zeige die Menschen als Bild Gottes, für die unveräußerliche Würde und Wert gälten. "Mit dieser Grundbotschaft kann man keinen völkischen Nationalismus oder Rassismus begründen", erklärte der Erzbischof von München und Freising in seinem Hirtenwort zur Fastenzeit. "Katholisch sein und völkisch-nationalistisch sein, rassistisch oder gar antisemitisch sein, kann deshalb nicht zusammengehen."
Gleichsam müssten Würde und Wert eines jeden Menschen auch bei politischen Überlegungen immer im Vordergrund stehen, betonte der Kardinal. "Darum geht es auch, wenn wir über den Schutz des menschlichen Lebens sprechen, vom ersten Augenblick des Daseins bis zum Augenblick des Todes." Marx rief Christinnen und Christen dazu auf, für diese Werte gemeinsam einzustehen. "Wir lassen uns nicht auseinandertreiben, und wir werden immer Wege zueinander suchen."