Früherer Erzbischof von Daressalam zählte zu den profiliertesten Kirchenvertretern Afrikas
Daressalam, 20.02.2026 (KAP) Der afrikanische Kardinal Polycarp Pengo ist tot. Der emeritierte Erzbischof von Daressalam starb in der Nacht von Donnerstag auf Freitag im Alter von 81 Jahren in einem Spital in der Hauptstadt Tansanias. Das teilte Pengos Nachfolger an der Spitze der Erzdiözese Daressalam, Erzbischof Jude Thaddaeus Ruwa'ichi, laut Vatican News mit.
Pengo gehörte zu den profiliertesten Kirchenvertretern Afrikas. Er leitete Tansanias Hauptstadtdiözese von 1992 bis 2019. Seit 1998 gehörte der dem Kardinalskollegium an. Als Vorsitzender des Afrikanischen Bischofsrates SECAM (2007-2013) verurteilte er 2012 bei der Weltbischofssynode Stammesfehden, Menschenhandel sowie Gewalt gegen Kinder und Frauen auf dem Kontinent.
Pengo wurde am 5. August 1944 in Mwazye in Tansania geboren. Nach seiner Priesterweihe 1971 studierte er in Rom und promovierte in Moraltheologie. Anschließend lehrte er an mehreren Universitäten und Priesterseminaren in Tansania. 1983 wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Nachingwea ernannt. Später löste Pengo Erzbischof Laurean Rugambwa (1912-1997) in der Hauptstadt-Erzdiözese Daressalam ab.
Nach dem Tod Pengos gibt es aktuell 244 Kardinäle in der katholischen Kirche. 121 von ihnen sind unter 80 Jahren und damit papstwahlberechtigt.