Demokratischer Aktivist Hale insinuiert Distanzierung Leos von Trump-Vance-Präsidentschaft
Rom, 21.02.2026 (KAP) Die Ankündigung des Vatikans, dass Papst Leo XIV. am 4. Juli die Insel Lampedusa im Mittelmeer besuchen wird, hat zu einer regen Debatte in sozialen Netzwerken geführt. Auslöser war ein Tweet des demokratischen Aktivisten und Leo-Fans Christopher Hale. Er enthält ein Video vom 19. Mai 2025, das zeigt, wie der Papst einen mutmaßlichen Einladungsbrief zu den 250-Jahr-Feierlichkeiten in den USA ungeöffnet zur Seite legt. Den Brief hatte ihm wenige Augenblicke zuvor US-Vizepräsident JD Vance bei seinem Besuch im Vatikan überreicht.
Hale schreibt dazu: "JD Vance flog nach Rom, um Papst Leo XIV. offiziell zur Feier von Amerikas 250. Geburtstag einzuladen. Der Papst hat abgelehnt." Im selben Satz erinnert Hale daran, dass der Vatikan unlängst auch die Teilnahme an Trumps "Friedensrat" für den Gaza-Streifen abgesagt hat.
Weiter schreibt er: "Am 4. Juli wird er nicht in Washington, sondern in Lampedusa sein und sich solidarisch mit Migranten zeigen. Damit zieht er abermals eine klare Trennlinie zwischen der Trump-Vance-Präsidentschaft und der katholischen Kirche unter Leo."
Im Netzwerk X gibt es seither eine angeregte Debatte darüber, ob der von Hale behauptete Zusammenhang stimmt. Ein möglicher Beleg ist die Tatsache, dass Vatikansprecher Matteo Bruni am 8. Februar mündlich vor Journalisten erklärte, der Papst plane entgegen anderslautenden Spekulationen im laufenden Jahr keine Reise in sein Heimatland USA.