Spatenstich für neue Kirche am Hauptplatz von Bruckneudorf
22.02.202615:41
Österreich/Kirche/Architektur/Bruckneudorf
Bischof Zsifkovics: "Historischer Moment" für Gemeinde, Land und Diözese Eisenstadt
Eisenstadt, 22.02.2026 (KAP) Mit einem feierlichen Spatenstich ist der Startschuss für den Neubau einer Kirche am Hauptplatz von Bruckneudorf gefallen. Anwesend waren laut dem Bericht der Diözese Eisenstadt vom Sonntag Bischof Ägidius Zsifkovics, Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil sowie Bürgermeister Gerhard Dreiszker. Bischof Zsifkovics sprach beim Festakt in der Gemeinde an der burgenländisch-niederösterreichischen Grenze von einem "historischen Moment für Bruckneudorf, für das Land und für die Diözese Eisenstadt". Der Kirchenbau sei ein Hoffnungszeichen für die Zukunft der Gemeinde. Die neue Kirche möge ein Ort sein, "an dem die Verbindung zu Gott und die Gemeinschaft unter den Menschen lebendig wird".
Landeshauptmann Doskozil würdigte die gute Partnerschaft zwischen Land und Diözese, die auch in der "engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit" zugunsten des Kirchenneubaus zum Ausdruck komme. "Während anderswo Kirchen verkauft oder geschlossen werden müssen, entsteht im Burgenland eine neue" - für den Landeshauptmann "ein schönes Signal, dass in unserem Bundesland nicht nur das Miteinander von Volksgruppen und Kulturen großgeschrieben wird, sondern auch die christlichen Kirchen im Burgenland ein starkes Rückgrat der Gesellschaft bilden".
Laut Bürgermeister Dreiszker wird Bruckneudorf nach der Bauzeit von rund 18 bis 20 Monaten zum ersten Mal einen Hauptplatz haben. Die neue Kirche wird bewusst als architektonischer Mittelpunkt des Ortszentrums gestaltet. Ziel ist es, einen sakralen Raum zu schaffen, der sowohl spirituelle Tiefe als auch Offenheit für die Bevölkerung vereint, so die Aussendung.
Der Entwurf setze auf eine klare, zeitlose Architektursprache und verbinde traditionelle Sakralarchitektur mit moderner Gestaltung. Elementare geometrische Formen wie Kreis und Rechteck prägen das Gebäude und symbolisieren Einheit, Ordnung und Spiritualität. Eine zentrale Kuppel bildet das räumliche und symbolische Herzstück.
Geplant ist, dass künftig das sogenannte "Mattersburger Kreuz" im Kirchenneubau beheimatet sein soll. Dieses Kreuz aus der ehemaligen Kapelle des Knabenseminars in Mattersburg, gestaltet von Otto Beckmann, war während des Heiligen Jahres im Martinsdom aufgestellt und sei für viele Gläubige eng mit ihrer Berufungsgeschichte verbunden.