Weihbischof Hofer weihte Andreas Holzner zum Diakon und betont besondere Ausgestaltung des diakonalen Amtes: Dienst an den Menschen, der Liturgie und am Wort Gottes, aber kein "Mini-Pfarrer"
Salzburg, 23.02.2026 (KAP) Der Salzburger Weihbischof Hansjörg Hofer hat am Sonntag in Brixen im Thale Andreas Holzner zum Diakon geweiht. Zahlreiche Gläubige, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter sowie die Familie des Weihekandidaten feierten den Gottesdienst mit. Holzner gehört dem Salzburger Priesterseminar an und bereitet sich auf die Priesterweihe vor. Er stammt aus Mittersill und wurde schon von Hofer, damals Pfarrer der Gemeinde, getauft. Holzner wird voraussichtlich im Juni 2026 mit vier anderen Diakonen zum Priester für die Erzdiözese Salzburg geweiht.
In seiner Predigt stellte Weihbischof Hofer die Weihe bewusst in den geistlichen Kontext des ersten Fastensonntags. Die Fastenzeit sei geprägt von "wohltuender Nüchternheit", von Schlichtheit und Ernsthaftigkeit. Das Evangelium von der Versuchung Jesu erinnere daran, dass es im christlichen Leben nicht um Macht oder Ansehen gehe, sondern um die klare Ausrichtung auf Gott.
An den Weihekandidaten gewandt betonte der Weihbischof: "Genau dazu wirst du heute geweiht: zum Dienen. Denn Diakon heißt übersetzt 'Diener'." In einer Zeit, in der viele nach Einfluss und Geltung strebten, erscheine das Dienen vielleicht altmodisch. Doch gerade darin liege das Wesen des diakonalen Amtes. Durch die Weihe werde der Diakon beauftragt und bevollmächtigt, Christus als Diener der Menschen zu repräsentieren und lebendig werden zu lassen. Dieser Dienst verwirkliche sich in dreifacher Weise: im Dienst an den Menschen, der Liturgie und am Wort Gottes.
Der Dienst am Menschen gelte besonders den Armen, Mühseligen, Beladenen und jenen, die am Rand stehen, so Hofer: "Der Diakon ist einer, der sich bückt, der zuhört, ernst nimmt und ein gutes Wort sagt." Zum Dienst an der Liturgie merkte der Weihbischof an: Der Diakon spende die Taufe, assistiere bei der Eheschließung, leite Begräbnisse und Wortgottesdienste. Er sei jedoch "kein Mini- oder Quasipfarrer", sondern ein geweihter Diener der Liturgie. In Predigt, Katechese und Glaubensverkündigung erhebe der Diakon schließlich seine Stimme für Gott und die Menschen - auch gegen jede Ungerechtigkeit.