Gewerkschaft kündigt nach ergebnisloser sechster Runde Streik am 3. März an - Siebter Verhandlungstermin am 12. März
Linz, 24.02.2026 (KAP) Auch die sechste Verhandlungsrunde zum Kollektivvertrag (KV) der Ordensspitäler Oberösterreich blieb ohne Ergebnis. Laut Gewerkschaft vida legten die Arbeitgeber kein neues Angebot vor, insbesondere nicht zur geforderten Arbeitszeitverkürzung. Die Gewerkschaft kündigte an, die Vorbereitungen für einen Streik am 3. März weiterzuführen. Ein weiterer Verhandlungstermin ist für den 12. März angesetzt.
vida-KV-Verhandlerin Martina Reischenböck betonte: "Uns geht es um die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Oberösterreich. Spürbare Entlastung kommt nur mit einer realen Arbeitszeitverkürzung." Die Beschäftigten hätten den Arbeitgebern bereits Kompromissvorschläge unterbreitet, die bislang unbeantwortet blieben.
Die Ordensspitäler Oberösterreich betreiben Krankenhäuser in Linz, Ried, Braunau, Wels-Grieskirchen und Sierning. Zusammen beschäftigen sie rund 10.000 Mitarbeiter, versorgen 52 Prozent der stationären Patienten des Bundeslandes und führen 51 Prozent aller ambulanten Patientenkontakte durch. Das Land Oberösterreich finanziert die Einrichtungen und wird von beiden Seiten als wichtiger Partner in den Verhandlungen genannt.
vida fordert auch politisches Handeln. "Die Verantwortung des Landes ist offensichtlich. Rund 80 Prozent der Beschäftigten sind Frauen. Wer diese Realität ernst nimmt, muss sich auch für konkrete Entlastung in den Gesundheitsberufen einsetzen", so Reischenböck. Die Gewerkschaft bleibt gesprächsbereit, verlangt jedoch "echte Vorschläge statt leerer Worte". Für den Streik bietet vida ein geordnetes Herunterfahren der Spitäler an, um die Versorgung weitgehend sicherzustellen.
Weiter keine Einigung zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft wegen Differenzen bei der Wochenarbeitszeit - Nächste Verhandlung in großer Runde am 24. Februar