Einen Monat nach seiner Bischofsweihe feierte der Wiener Erzbischof einen Gottesdienst mit rund 1.000 Religionslehrenden im Stephansdom
Wien, 25.02.2026 (KAP) Als ein "wertvolles Geschenk Gottes" hat der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl den Religionsunterricht bezeichnet. Er danke zugleich allen, "die bereit erklärt haben, diesen Beruf, diesen Dienst in der Kirche zu übernehmen," sagte Grünwidl bei einem Gottesdienst am Dienstagabend vor Religionslehrenden im Wiener Stephansdom. Der Religionsunterricht öffne "einen Raum für Lebensfragen, kann den Horizont weiten" und "über konfessionelle Grenzen hinaus - ökumenisch, interreligiös - Religionen und Kulturen verbinden und so einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft und für ein gutes Miteinander leisten", zeigte sich Grünwidl überzeugt.
Zwar wisse man nie genau, was tatsächlich vom Unterricht bei den Schülerinnen und Schülern hängenbleibe, aber der Religionsunterricht sei so etwas wie der "berühmte Fuß in der Tür" und ein Hoffnungsmoment, "dass die Tür nicht ganz zufallen kann, sondern einen Spalt offenbleibt." Manchmal koste es viel Nerven und Kraft, diesen Spalt offenzuhalten. "Manchmal schlagen uns Kinder und Jugendliche auch die Tür vor der Nase zu, aber sehr oft gelingt es und kommt es zu Gespräch, Dialog und Begegnung."
Zu dem Gottesdienst, zu dem das Schulamt der Erzdiözese Wien geladen hatte, waren rund 1.000 Religionslehrerinnen und -lehrer der Erzdiözese gekommen. Das erste große Zusammentreffen der Religionslehrenden mit ihrem neuen Bischof sei "Ausdruck für den gemeinsamen Weg: in der Verkündigung, im Dasein für die Menschen und im Mitgestalten unserer Gesellschaft", sagte Schulamtsleiterin Andrea Pinz zur Begrüßung.
Am Schluss segneten sieben aus der Religionslehrerschaft stellvertretend für alle Mitfeiernden den neuen Wiener Erzbischof. Dabei wurden Schirme als Zeichen für Schutz und Segen aufgespannt. (Infos: www.schulamt.at)