Glückwünsche aus Kirche und Politik - Lackner hebt Brückenbauer-Rolle hervor - Verbände mahnen Reformfortsetzung ein
Salzburg/Würzburg/Bonn, 25.02.2026 (KAP) Nach der Wahl von Heiner Wilmer zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz sind zahlreiche Glückwünsche aus Kirche und Politik eingelangt. Auch der Salzburger Erzbischof und Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, Franz Lackner, gratulierte dem deutschen Bischof und würdigte ihn als Brückenbauer. Wilmer (64), seit 2018 Bischof von Hildesheim, war am Dienstag bei der Frühjahrsversammlung der deutschen Bischöfe in Würzburg zum Nachfolger des Limburger Bischofs Georg Bätzing gewählt worden.
Lackner verwies in seiner Gratulation auf die ersten Worte Wilmers nach der Wahl: "Die Deutsche Bischofskonferenz hat nun einen neuen Vorsitzenden - und sie hat in Bischof Heiner Wilmer einen, dem der Ruf vorauseilt, er vermöge Brücken zu bauen." Schon dessen erste Worte als Vorsitzender hätten "das Wesentliche ins Zentrum" gestellt: "Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade."
Mit der Ausrichtung auf Gott und die Menschen, auf Christus "als ganzen Gott und ganzen Menschen", gehe die Kirche den gemeinsamen Weg weiter, so der Salzburger Erzbischof. "Dieser Weg der Synodalität möge auch Bischof Heiners Wirken als Vorsitzender und Mittler unter den Bischöfen und zum Wohl der Kirche in Deutschland prägen. Meine herzlichsten Segens- und Glückwünsche begleiten ihn!"
Positive Reaktionen und Reformwünsche
Auch mehrere deutsche Bischöfe würdigten Wilmer als Brückenbauer und Gesprächspartner. Der Würzburger Bischof Franz Jung bezeichnete das Wahlergebnis als "sehr erfreulich". Auch Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki und der Hamburger Erzbischof Stefan Heße richteten dem neuen Vorsitzenden ihre Unterstützung aus sowie Gottes Segen. "Das ist das Wichtigste, was er in dieser schwierigen Situation gebrauchen kann. Er hat auch von mir alle Unterstützung, die ich ihm geben kann", so Woelki. Der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann verwies auf die Herausforderungen des Amtes: Wilmer sei nun "das Gesicht der katholischen Kirche in Deutschland" und stehe vor der Aufgabe, "die unterschiedlichen theologischen Strömungen in unserer Kirche zu einem hörbaren gemeinsamen Zeugnis zu verbinden".
Gratulationen kamen u.a. vom Freiburger Erzbischof Stephan Burger, dem Bamberger Erzbischof Herwig Gössl und dem Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt. Neben kirchlichen und ökumenischen Stimmen sowie Orden kamen auch Gratulationen aus der Politik. Die religionspolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Lamya Kaddor, verwies auf die besondere Verantwortung der Kirchen in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung. Wilmer bringe mit seiner internationalen Erfahrung und seinem Ruf als Brückenbauer gute Voraussetzungen für diese Aufgabe mit.
Die Deutsche Ordensobernkonferenz erklärte, Deutschlands Bischöfe hätten "mit einem wohl sehr klaren Blick auf die anstehenden Herausforderungen und die Fähigkeiten, die es dafür braucht, um sie möglichst gut zu bewältigen", gewählt.
Wilmer selbst hatte kurz nach seiner Wahl betont, dass "Gott im Mittelpunkt stehen" werde. Beobachter sehen den neuen Vorsitzenden vor der Aufgabe, die innerkirchlichen Reformdebatten fortzuführen, die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs voranzubringen und zugleich den Zusammenhalt innerhalb der deutschen Bischofskonferenz zu stärken.
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