Forderung eines raschen Endes des Schlagabtauschs von Israel und der USA mit dem Iran und einer Rückkehr zur Diplomatie, um "regionalen Flächenbrand" zu verhindern
Genf, 28.02.2026 (KAP/KNA) Der Ökumenische Kirchenrat hat die Militärangriffe Israels und der USA gegen den Iran und dessen Vergeltungsschläge verurteilt. Diese Spirale der Gewalt gefährde Millionen von Zivilisten, untergrabe die regionale und internationale Sicherheit und belaste die ohnehin fragile wirtschaftliche und soziale Stabilität im Nahen Osten, erklärte Generalsekretär Jerry Pillay am Samstag in Genf.
Militärische Konfrontation und Vergeltung könnten weder beständige Sicherheit noch Frieden bringen. Stattdessen brächten sie mehr Leid und erhöhten die Gefahr eines regionalen Flächenbrands mit unvorhersehbaren globalen Folgen, so der Vertreter des Verbands von 356 Kirchen, die zusammen mehr als 580 Millionen Christen repräsentieren. Die römisch-katholische Kirche gehört dem Rat nicht an.
Der Kirchenrat forderte die sofortige Einstellung aller militärischen Aktionen, den Schutz der Zivilbevölkerung, die Wiederaufnahme diplomatischer Verhandlungen und koordinierte internationale Bemühungen zur Verhinderung einer weiteren Eskalation. "Wir appellieren an die politischen Entscheidungsträger, mit Besonnenheit, Verantwortungsbewusstsein und neuem Engagement für friedliche Konfliktbeilegungen zu handeln", erklärte Pillay.