Scharfe Kritik an Präventivschläge - Krieg "Niederlage für Menschheit"
Rom, 03.03.2026 (KAP) Asiatische katholische Intellektuelle haben die jüngsten Luftangriffe der USA und Israel auf Iran scharf verurteilt. In einer von der Plattform licas.news (Montag) veröffentlichten Erklärung des International Catholic Movement for Intellectual and Cultural Affairs (ICMICA) Asia-Pacific warnt der Zusammenschluss, dass "der fortgesetzte Einsatz von militärischer Gewalt eine katastrophale Eskalation, weitreichendes Leid für Zivilisten und langfristige Instabilität" zur Folge habe und vor allem die verwundbarsten Gemeinschaften zuerst treffen werde.
Nachhaltige Sicherheit könne nicht durch militärische Eskalation erreicht werden, "sondern nur durch verhandelte Lösungen im Einklang mit dem internationalen Recht und der Charta der Vereinten Nationen". Dabei bezieht sich die Gruppe auf den Aufruf von UN-Generalsekretär António Guterres zu einer sofortigen Deeskalation und einer Rückkehr zur Diplomatie. Auch Papst Leo XIV. habe darauf am Sonntag hingewiesen und einen "Dialog, der vernünftig, authentisch und verantwortungsbewusst ist" eingefordert.
In ihrer Erklärung erinnerte die Gruppe - sie vereint katholische Laienintellektuelle und Berufsorganisationen aus Südkorea, Indonesien, Malaysia, den Philippinen, Indien, Sri Lanka und Australien - an die "Narben" von Kriegen, Kolonialismus, Sanktionen und geopolitischen Rivalitäten. Diese würden die Geschichte ihrer Region bis dato belasten. "Viele Gesellschaften im asiatisch-pazifischen Raum kennen die Wunden des Krieges und wissen aus erster Hand, dass Gewalt keine Grundlage für Frieden schafft. Der wahre Frieden beruht auf Gerechtigkeit, Dialog und dem Respekt vor der menschlichen Würde", so die Erklärung weiter. Krieg sei hingegen eine "Niederlage für die Menschheit".
Die Intellektuellen-Vereinigung bekundete weiters ihre Solidarität mit allen Zivilisten, die von den Angriffen betroffen sind, insbesondere mit den Armen, den vertriebenen Menschen, Frauen, Kindern, Wanderarbeitern und religiösen Minderheiten. Auch die "legitimen Bestrebungen vieler Iraner nach Würde, Teilhabe, Verantwortung und Reform" hob die Erklärung hervor. Diese Bestrebungen müssten respektiert und gehört werden.
Überdies sprachen sich die Intellektuellen klar gegen die "Normalisierung präventiver Angriffe, einseitiger militärischer Aktionen und geopolitischer Machtspiele, die das internationale Konsensprinzip umgehen", aus und warnten, dass solche Aktionen das Vertrauen zwischen den Nationen untergraben und die Institutionen schwächen, die für den Frieden sorgen sollen. "Die Sicherheit einer Nation kann nicht auf der Unsicherheit anderer aufbauen. Der Dialog muss über der Zerstörung stehen, multilaterale Zusammenarbeit über einseitiger Gewalt."
Denn trotz der steigenden Spannungen sei Diplomatie nach wie vor möglich, und selbst tief verwurzelte Konflikte könnten durch "Verhandlungen, Führung und Vermittlung" gelöst werden, so die ICMICA-Mitglieder in ihrer Erklärung. An die politischen Führer und internationalen Organisationen gerichtet, wurden ein Waffenstillstand, Maßnahmen zum Vertrauensaufbau und erneuerte multilaterale Verhandlungen für einen gerechten und dauerhaften Frieden gefordert.