Trevi-Brunnen in Rom sorgt für sprudelnde Einnahmen
03.03.202611:23
Italien/Freizeit/Tourismus/Urlaub/Kultur/Kunst
Ticketpflicht brachte im ersten Monat 435.000 Euro an Eintrittsgeldern
Rom, 03.03.2026 (KAP) Nicht nur das Wasser sprudelt im Trevi-Brunnen, sondern auch die Einnahmen aus der Eintrittsgebühr. Über 435.000 Euro haben Besucher im ersten Monat in die städtischen Kassen gespült, wie die Stadt nun bekanntgab. Seit dem 2. Februar kostet der Zutritt zum Innenbereich der berühmten römischen Sehenswürdigkeit zwei Euro pro Person. Ausgenommen von der Gebührenpflicht sind Einwohner von Stadt und Metropolregion Roms.
Insgesamt seien im Februar 229.896 Besucher registriert worden, davon 217.597 zahlende Gäste. Die Einnahmen sollen laut Stadt in die Instandhaltung und den Schutz des Kulturerbes fließen. Zudem bleibe damit der kostenfreie Zugang der Einwohner in die städtischen Museen an jedem ersten Sonntag im Monat weiterhin gewährleistet.
An Werktagen gilt die Ticketpflicht zwischen 11.30 Uhr und 22 Uhr, am Wochenende von 9 bis 22 Uhr. Die Eintrittskarten für zwei Euro pro Person können online erworben werden, in den städtischen Museen sowie in den Touristen-Informationsstellen. Vor Ort gibt es die Tickets gegen eine mobile Kartenzahlung. Ein Zeitfenster des Besuchs muss nicht festgelegt werden.
Rom regulierte den Zugang zu dem Denkmal zuvor rund ein Jahr lang versuchsweise und zählte die Besucher: Etwa 30.000 Menschen kamen täglich zum Trevi-Brunnen, in Spitzenzeiten waren es 70.000. Insgesamt besichtigten rund zehn Millionen Menschen Roms größten Brunnen innerhalb eines Jahres.
Die im Jahr 1762 nach drei Jahrzehnten Bauzeit fertiggestellte Fontana di Trevi ist nicht die einzige Sehenswürdigkeit Roms, für die Touristen ein Ticket erwerben müssen. Seit Juli 2023 wird am Pantheon für Nicht-Rom-Bewohner eine Eintrittsgebühr von fünf Euro erhoben. Die meistbesuchte Sehenswürdigkeit der Stadt - das Kolosseum - spülte im vergangenen Jahr rund 100 Millionen Euro in die Kassen.
Der Trevi-Brunnen wurde im Auftrag von Papst Clemens XII. (1730-1740) vom Barockarchitekten Nicola Salvi geschaffen. Sein Wasser stammt aus den Sabiner Bergen und kommt über einen in der Antike angelegten Aquädukt nach Rom. Es ist Brauch, eine Münze über die Schulter ins Wasser zu werfen, um eine Rückkehr nach Rom sicherzustellen. Seit 2001 wird das Geld regelmäßig eingesammelt und der örtlichen Caritas gespendet.