Abschaffung der Anrechenbarkeit von Auslandsfreiwilligendiensten als Zivilersatzdienst für NGOs ein bildungs- und gesellschaftspolitischer Rückschritt
Wien, 04.03.2026 (KAP) Die jüngsten Aussagen von Integrations- und Familienministerin Claudia Bauer, wonach die Anrechenbarkeit von Auslandsfreiwilligendiensten als Zivilersatzdienst abgeschafft werden könnte, sorgt bei heimischen NGOs für großen Missmut. Die AG Globale Verantwortung, Jugend Eine Welt - WeltWegWeiser, Freiwilliges Soziales Jahr, Diakonie und Brot für die Welt haben in einer gemeinsamen Aussendung am Mittwoch die geplante Maßnahme scharf kritisiert und die Ministerin zum Dialog aufgefordert.
Die geplante Maßnahme wäre ein bildungs- und gesellschaftspolitischer Rückschritt - "auf Kosten engagierter junger Menschen und langfristig auch auf Kosten Österreichs", hieß es in der Aussendung. Was hier zur Disposition gestellt wird, sei kein Randthema, sondern "ein seit Jahren bewährtes Modell, das Verantwortungsbewusstsein, internationale Kompetenz und gesellschaftliches Engagement nachhaltig stärkt".
Internationale Freiwilligeneinsätze sowie Sozial-, Umwelt-, Gedenk- und Friedensdienste überhaupt wirkten weit über den Einsatz hinaus: "Sie schaffen Beziehungen, fördern gegenseitiges Lernen und stärken Dialog - zentrale Bausteine für Friedenssicherung." Damit leisteten sie einen langfristigen Beitrag für Österreich und für eine solidarische globale Gemeinschaft.
Als Organisationen und Bündnisse mit langjähriger Erfahrung und Expertise in der Durchführung und Begleitung von Freiwilligendiensten in Österreich und international lade man Ministerin Bauer ausdrücklich dazu ein, diesbezüglich "in einen konstruktiven Dialog zu treten".