Kardinal ruft zum Gebet für den Frieden auf und lädt zur Teilnahme an den ökumenischen Gottesdiensten des Weltgebetstags der Frauen ein
Wien, 06.03.2026 (KAP) Zum gemeinsamen Gebet für den Frieden hat Kardinal Christoph Schönborn aufgerufen. In seiner Freitagskolumne in der Zeitung "Heute" weist der Wiener Kardinal darauf hin, dass an diesem Freitag der Weltgebetstag der Frauen stattfindet. In 170 Ländern werden von Frauen vorbereitete und durchgeführte ökumenische Gottesdienste gefeiert, so Schönborn: "Auf allen Kontinenten, in allen Sprachen beten Frauen für den Frieden, für eine gerechte und menschliche Welt."
Beten ersetze nicht das Tun, aber "es hilft, gemeinsam darauf zu vertrauen, dass der Krieg nicht das letzte Wort hat", so der Kardinal Einen Moment innehalten und ein kurzes Gebet sprechen, könne jede und jeder. "Beten kostet nichts - und hat doch eine starke Kraft", lädt Schönborn auch zur Teilnahme an den Gottesdiensten ein.
Schönborn spricht den Krieg in der Ukraine und die besorgniserregenden Entwicklungen im Nahen Osten sowie viele weitere kaum beachtete Konflikte an: "Unter dem Krieg leiden alle, aber besonders die Frauen. Welche Frau bringt ein Kind zur Welt mit der Idee, Soldatennachwuchs für die Kriege großzuziehen? Welche Frau wünscht sich, dass ihr Mann oder ihr Sohn in den Krieg muss? Die tiefen Wunden des Krieges treffen so viele Herzen von Frauen und Müttern."
Gemeinsam beten zu können, bedeute, die Hoffnung nicht aufzugeben: "Rund um den Globus spannt sich heute ein Netz der Verbundenheit im Gebet." Der Weltgebetstag sei ein "Zeichen des Zusammenhalts von Frauen auf der ganzen Welt".
In Österreich gibt es an diesem Freitag rund 400 ökumenische Gottesdienste, die unter dem Motto "Kommt, lasst euch stärken" stehen. Der "Weltgebetstag der Frauen" (WGT) ist die weltweit größte und älteste ökumenische Basisbewegung christlicher Frauen. Er findet jeweils am ersten Freitag im März statt. Schwerpunktland ist heuer Nigeria. (Info: www.weltgebetstag.at)
Ökumenische Gottesdienste am Freitag in ganz Österreich - Initiative weist auf gefahrvolle Lebensrealität von Frauen in Nigeria hin und würdigt ihre Widerstandsfähigkeit