Neuer griechisch-katholischer Bischof für Bratislava
06.03.202612:51
Slowakei/Kirche/Papst/Personalien/Bischöfe
Bisheriger Weihbischof Milan Lach ist Nachfolger von Peter Rusnák an der Spitze der Eparchie Bratislava
Bratislava, 06.03.2026 (KAP) Milan Lach wird neuer Bischof der griechisch-katholischen Eparchie (Diözese) von Bratislava. Der Vatikan gab Freitagmittag die Ernennung des 52-jährigen Jesuiten durch Papst Leo XIV. und die Emeritierung des bisherigen Eparchen Peter Rusnák (75) bekannt. Zeitgleich verkündete auch der Nuntius in der Slowakei, Nicola Girasoli, in der griechisch-katholischen Kreuzerhöhungskathedrale in Bratislava die Entscheidung.
Lach war seit 2023 bereits Weihbischof in der Eparchie Bratislava. Zuvor wirkte er ab 2013 als Weihbischof in Presov und von 2018 bis 2023 als Eparch der ruthenischen griechisch-katholischen Eparchie Parma in den USA. Die offizielle Amtseinführung als Bischof der Eparchie Bratislava findet am 21. März statt.
Die Slowakei zählt zu den katholischen Hochburgen in Mittel-Osteuropa. Von den knapp 5,5 Millionen Einwohnern sind rund drei Viertel katholisch. Mit dem lateinischen und dem byzantinischen Ritus ist die Katholische Kirche im Land in zwei Riten präsent. Rund 69 Prozent der Slowaken bekennen sich dabei zur katholischen, etwa 4 Prozent zur mit Rom verbundenen griechisch-katholischen Kirche.
Vor allem im Osten des Landes leben Gläubige des byzantinisch-ostkirchlichen Ritus, der von 1950 bis zum Prager Frühling 1968 verboten war. Seine Mitglieder wurden von den Kommunisten mit der Orthodoxie zwangsverschmolzen. Die Zahl der Priester ist nach der Wende von 1989 stark gestiegen; die Zahl der Gläubigen liegt bei rund 230.000.
Nach einer Neuordnung durch den Vatikan 2008 gliedert sich die katholische Kirche in der Slowakei landesweit in elf Jurisdiktionsbezirke; davon werden drei - die Metropolie Presov (Preschau) sowie die Eparchien Kosice (Kaschau) und Bratislava (Pressburg) - von Katholiken des byzantinischen Ritus gebildet. Die 2008 erfolgte Gründung der Pressburger Eparchie trug einer starken Wanderungsbewegung aus der Ostslowakei in die wirtschaftlich prosperierende Westslowakei Rechnung.