Äthiopiens Bischöfe verurteilen Gewalt gegen Zivilisten
11.03.202616:41
Äthiopien/Kirche/Konflikte/Regierung
Gewalt in verschiedenen Teilen des Landes in Ostafrika neu aufgeflammt
Addis AbebaRom, 11.03.2026 (KAP) Die katholischen Bischöfe in Äthiopien haben zur neu aufgeflammten Gewalt in verschiedenen Teilen des Landes in Ostafrika Stellung genommen. In einer aktuellen Erklärung fordern sie die Regierung auf, die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. In jüngster Zeit häufen sich die Menschenrechtsverletzungen in Äthiopien.
Jede Art von Gewalt gegen Unschuldige sei inakzeptabel, heißt es laut "Vatican News" und dem römischen Pressedienst "Fides" (Mittwoch) in der vom Bischofskonferenz-Vorsitzenden Kardinal Berhaneyesus Demerew Souraphiel unterzeichneten Erklärung. Die Bischöfe mahnen die Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit im Land an, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.
Die Bischofskonferenz bezieht sich mit ihrem Schreiben auf verheerende Menschenrechtsverletzungen, besonders in der Region Oromia. Dort werden auch Christen Opfer der Gewalt. Ende Februar stürmte eine Gruppe von Extremisten einen Markt im östlichen Teil von Oromia. Die Angreifer töteten 20 orthodoxe Christen und einen muslimischen Wachmann. Zwei Tage später erschossen Unbekannte in einer Kirche sieben Gläubige.
Seit 2020 herrscht in Äthiopien Bürgerkrieg zwischen Regierung und bewaffneten Milizen. In der Region Oromia kam es seit 2025 immer wieder zu bewaffneten Aufständen und Konflikten. Dabei starben mehr als 1.200 Zivilisten.