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Bischöfe: Willkommenskultur von Kindern und Familien stärken

13.03.2026 10:20
(zuletzt bearbeitet am 13.03.2026 um 13:19 Uhr)
Österreich/Kirche/Religion/Familie/Familienplanung/Soziales/Sozialpolitik/Politik/Bischofskonferenz
Bischöfe warnen vor drohendem "demografischen Winter" - "Wo Kinder willkommen sind und Familien Rückhalt erfahren, wächst nicht nur persönliches Glück und Lebenssinn, sondern auch Hoffnung auf gesellschaftliches Leben im Miteinander und Füreinander" - Wiener Weihbischof Turnovszky übernimmt Referat "Beziehung, Ehe und Familie"
Wien, 13.03.2026 (KAP) Angesichts sinkender Geburtenzahlen, Vereinsamung und einem drohenden "demografischen Winter" rufen die katholischen Bischöfe zu verstärkter Unterstützung von Familien und einer kinderfreundlicheren Gesellschaft auf. "Wo Kinder willkommen sind und Familien Rückhalt erfahren, wächst nicht nur persönliches Glück und Lebenssinn, sondern auch Hoffnung auf ein gesellschaftliches Leben im Miteinander und Füreinander", heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Text der Österreichische Bischofskonferenz, der auch zu einer stärken Väterbeteiligung bei der Care-Arbeit aufrief. Anlass sind die Beratungen der Bischöfe bei ihrer Frühjahrsvollversammlung im oststeirischen Pischelsdorf.

Im Jahr 2025 seien 75.718 Kinder geboren worden, gleichzeitig habe es 86.766 Todesfälle gegeben, heißt es in dem Kapitel "Wo Kinder willkommen sind, wächst Zukunft". Damit sei die Geburtenbilanz bereits zum sechsten Mal in Folge negativ ausgefallen. Auch die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau liege mit 1,29 auf einem Rekordtief und deutlich unter jenem Niveau, das für eine stabile Bevölkerungsentwicklung notwendig wäre.

Angesichts dieser Entwicklung sollten kinderfreundliche Gottesdienste, Begegnungsräume für Eltern und Kinder sowie Initiativen gegen Einsamkeit daher selbstverständlicher Teil des kirchlichen Lebens sein, ermutigten die Bischöfe.

Viele junge Menschen wünschten sich zwar Kinder, würden diesen Wunsch jedoch oft nicht oder erst sehr spät verwirklichen, so die Bischöfe, die dies mit wirtschaftlichen Unsicherheiten, hohen Wohnkosten, langen Ausbildungszeiten, instabilen Partnerschaften oder beruflichen Sorgen erklärten. Diese führten dazu, "dass Einschränkungen durch Elternschaft stärker wahrgenommen werden als das erhoffte Glück". Häufig werde die Familiengründung daher auf später verschoben, "daneben gibt es das Leid jener, die ungewollt kinderlos sind".

Die Folge dieser Entwicklung seien knappere Arbeitskräfte, veränderte Regionen und auch Fragen zur Alterssicherung, zu den Staatsfinanzen sowie Gesundheits- und Pflegesysteme. Zudem werde Einsamkeit immer mehr zu einem Massenphänomen.

Mut und mehr Väter-Beteiligung

Die Politik müsse nun Rahmenbedingungen schaffen, die jungen Menschen Mut zur Familiengründung geben. Konkret braucht es laut den Bischöfen leistbaren Wohnraum, den Ausbau hochwertiger Kinderbetreuung sowie eine stärkere Beteiligung der Väter an der Sorgearbeit. "Vor allem soll Familienpolitik zur Elternschaft ermutigen und vermitteln, dass Kinder Lebenssinn stiften und Hoffnung für die eigene und gesellschaftliche Zukunft schenken."

Auch die Kirche trage Verantwortung, so die Bischofskonferenz. So gehörten Ehe, Familie und Kinder zum Kern ihres Auftrags. Ferner setze sich die Kirche für Würde und Wert jedes Menschen ein - egal, woher er kommt, wie gut situiert er ist, ob ungeboren oder alt und einsam. Dazu gehört auch die Unterstützung von Schwangeren in Konfliktsituationen.

In Familien lernten Menschen Verlässlichkeit, Fürsorge und gegenseitige Verantwortung. Kinder erfuhren dort Annahme und Liebe und wüchsen zu beziehungsfähigen Menschen heran, so die Erklärung. Und weiter: "Eine Gesellschaft, die offen ist für Kinder, stärkt die Solidarität zwischen den Generationen und das Vertrauen in das gemeinsame Morgen." Zugleich verweisen die Bischöfe auf zahlreiche kirchliche Initiativen, wie Beratungsstellen für Paare und Familien, den Katholischen Familienverband Österreich sowie Unterstützungsangebote der Caritas Österreich. Auch katholische Kindergärten, Schulen und Bildungsangebote würden wesentlich zu einer familienfreundlichen Infrastruktur beitragen.

Mit der Frühjahrsversammlung der Bischöfe übernimmt der Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky das Referat "Beziehung, Ehe und Familie" der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ); Weihbischof Johannes Freitag ist für die Kinder- und Jugendseelsorge verantwortlich, das zuvor bei Turnovszky lag. Der Bischofsvikar für das Wiener Vikariat Unter dem Manhartsberg ist damit auch für das Institut für Ehe und Familie (IEF), das Forum Beziehung, Ehe und Familie, die Familienkommission und den Katholischen Familienverband Österreich zuständig.

Kathpress-Dossier zur Frühjahrsvollversammlung 2026 der Bischofskonferenz abrufbar unter: https://www.kathpress.at/goto/dossier/2561737/
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