Nächste Bauetappe 2026 und 2027 beschlossen - Bischof Schwarz: Große Freude, dass der Dom als denkwürdiges Bauwerk erhalten werden kann
St. Pölten, 13.03.2026 (KAP) Die Generalsanierung des St. Pöltner Doms soll bis 2031 abgeschlossen sein: Insgesamt umfassen die acht Bauetappen die Sanierung der Fassaden, die Neueindeckung von Kirchenschiff und Apsis, die Sanierung des Kreuzgangs sowie die Restaurierung des Innenraums. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund acht Millionen Euro, das Land Niederösterreich übernimmt davon 20 Prozent. Im Rahmen der dritten Kuratoriumssitzung zur Generalsanierung des Doms St. Pölten am Freitag wurde die nächste Bauetappe 2026 und 2027 beschlossen; dazu gehören die Neueindeckung des Langhausdaches sowie die Sanierung der Fassaden auf der Nord- und Südseite, wo rund 1.100 Quadratmeter Dach neu gedeckt und auch die Fenster saniert werden.
Bischof Alois Schwarz sprach von "großer Freude, dass dieses so denkwürdige Bauwerk auch mit Blick auf die Zukunft erhalten werden kann". Es sei aber auch eine Notwendigkeit, den Dom zu sanieren, "um den Gläubigen einen renovierten Ort zurückzugeben, an dem Einkehr ohne Klagen möglich ist", wird Schwarz in einer Aussendung des Landes Niederösterreich zitiert.
Die Kuratoriumssitzung fand unter dem Vorsitz von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) statt. Gemeinsam mit Diözesanbischof Schwarz, St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ), Bundesdenkmalamt-Präsident Christoph Bazil sowie "Sankt Dank"-Vereinsobmann Herbert Klenk informierte sie danach über den aktuellen Stand der Arbeiten und die nächsten Bauetappen bis 2031.
Für das Land Niederösterreich sei die Generalsanierung des Doms eines der größten Denkmalpflegeprojekte, hieß es. Zu den bereits umgesetzten Maßnahmen der ersten beiden Bauetappen zählen u. a. die Sanierung des Turms sowie der Westfassade in Richtung Domplatz. "Der Dom St. Pölten ist nicht nur ein beeindruckendes Bauwerk, sondern das spirituelle Zentrum der Diözese und ein zentraler Ort für unsere Landeshauptstadt", so Mikl-Leitner, die den Dom auch als "sichtbares Symbol für unsere christlichen Wurzeln und unser Selbstverständnis in Niederösterreich" bezeichnete.
"Der Dom und auch der Domplatz mit seiner reichen Geschichte und Entwicklung war schon immer der Mittelpunkt unserer Stadt und das wollen wir den Menschen näherbringen", erklärte Bürgermeister Stadler. Dies gelinge durch viele Veranstaltungen und Aktivitäten, gerade auch anlässlich der Jubiläumsfeiern zu "40 Jahre Landeshauptstadt".
Der Obmann des Vereins "Sankt Dank" - der Spendenplattform zur Domrenovierung - , Herbert Klenk, sprach vom Ziel, acht Millionen Euro in acht Jahren für die Sanierung des Doms St. Pölten zu lukrieren. Große Unterstützung habe man von Land, Stadt und Bund, "den Rest in Höhe von fünf Millionen müssen wir als Diözese St. Pölten, als Dompfarre und als Spendenverein aufbringen". So müssen für die Bauetappe 2026/2027 1,5 Millionen Euro lukriert werden, etwa durch ein Fundraising Dinner im Dom sowie ein großes Konzert im Festspielhaus.