Salzburger Erzbischof kondoliert zum Tod des deutschen Sozialphilosophen und würdigt dessen Denken und Wirken: "Manches an ihm wird man in unseren säkularen Tagen als prophetisch erkennen"
Salzburg, 14.03.2026 (KAP) Mit dem Tod von Jürgen Habermas ist "die Stimme eines großen Geistes verstummt": Mit diesen Worten kondolierte der Salzburger Erzbischof Franz Lackner am Samstag zum Tod des bekannten deutschen Sozialphilosophen. "Jürgen Habermas hat mit seinem Denken und Wirken einen großen Schatz für die Menschheit hinterlassen; manches an ihm wird man in unseren säkularen Tagen als prophetisch erkennen", so der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz.
Habermas habe sich selbst als einen religiös "unmusikalischen" Menschen gesehen, seine Bedeutung für das religiöse Denken unserer Tage sei aber "unschätzbar", hielt Lackner fest. Davon zeuge nicht zuletzt Habermas' Debatte mit dem damaligen Kardinal Joseph Ratzinger im Jahr 2004, in der beide von unterschiedlichen Punkten aus die Vermessung der moralisch-politischen Grundlagen menschlichen Zusammenlebens versuchten.
Habermas habe mit Blick auf die säkulare Gesellschaft einst von der "verlorenen Hoffnung auf Resurrektion" gesprochen, die eine spürbare Leere hinterlasse, fügte der Salzburger Erzbischof hinzu: "Möge ihm das Licht eben dieser Hoffnung nun leuchten."
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