Kardinal bei Zulassungsfeier für Katechumenen: Taufe erst Beginn eines Glaubensweges
Hongkong, 16.03.2026 (KAP) In der Diözese Hongkong werden zu Ostern rund 2.500 Menschen die Taufe empfangen. Das berichtet der römische Nachrichtendienst Fides unter Berufung auf die diözesane Hongkonger Kirchenzeitung "Kung Kao Po". Unter den Täuflingen sind etwa 1.600 Erwachsene sowie rund 900 Neugeborene.
Im Vorfeld der Osterfeiern haben in den Pfarren Hongkongs die traditionellen Zulassungsriten für Katechumenen begonnen, die den Übergang in die letzte Phase der Vorbereitung auf die Taufe markieren. Hongkongs Bischof, Kardinal Stephen Chow Sau-yan rief bei einer solchen Feier in der Christkönigskirche die Taufbewerber dazu auf, "Boten der Hoffnung" zu werden. Die Taufe sei der Beginn eines Glaubensweges, der eine vertiefte Beziehung zur Kirche sowie eine persönliche Glaubenspraxis voraussetze, sagte er.
Nach Angaben der Diözese entscheiden sich viele junge Menschen für den Eintritt in die Kirche, nachdem sie in katholischen Schulen, Universitäten oder Pfarren mit dem christlichen Glauben in Kontakt gekommen sind. Zeugnisse bereits getaufter Christen sowie Angebote der Jugend- und Studierendenseelsorge spielten dabei eine wichtige Rolle. Einzelne Katechumenen berichteten im Rahmen der Feiern auch über ihren persönlichen Weg zum christlichen Glauben.
In der Sonderverwaltungsregion Hongkong leben nach diözesanen Angaben rund 390.000 Katholiken; einschließlich ausländischer Gläubiger - etwa vieler philippinischer Arbeitsmigranten - wird die katholische Bevölkerung auf bis zu 600.000 geschätzt. Die Kirche betreibt Pfarren, Schulen und soziale Einrichtungen. Religionsfreiheit ist in Hongkong rechtlich durch das Grundgesetz garantiert, sodass Kirchen ihre religiösen Aktivitäten grundsätzlich frei ausüben können. Beobachter weisen jedoch darauf hin, dass sich das Umfeld in jüngsten Jahren verändert hat und religiöse Akteure öffentliche Stellungnahmen zunehmend vorsichtig formulieren.