Tiflis, 18.03.2026 (KAP) Nach dem Tod von Ilia II. wird Mittwochnachmittag (Ortszeit) in Tiflis eine außerordentliche Sitzung der Heiligen Synode der Kirche von Georgien stattfinden, bei der die Einzelheiten der Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen Patriarchen festgelegt werden. Nach Abschluss der Synodensitzung wird der Leichnam des verstorbenen Patriarchen von der Patriarchalresidenz in die Dreifaltigkeitskathedrale in Tiflis überführt, wo Ilia II. aufgebahrt wird.
Geleitet wird die Georgische Kirche derzeit vom Stellvertreter des Patriarchen, Metropolit Shio (Mujiri). Gemäß den Statuten der Kirche ist der interimistische Leiter verpflichtet, einen "Erweiterten Rat" der Georgisch-orthodoxen Kirche frühestens 40 Tage und spätestens zwei Monate nach dem Tod des Patriarchen einzuberufen. Diesem Rat gehören Bischöfe, weitere Geistliche und auch Laien an. Den neuen Patriarchen wählen aber nur die Bischöfe. Im Vorfeld dieses Rates wird eine Sitzung der Heiligen Synode einberufen, um drei Kandidaten für das Amt auszuwählen.
Jedes Mitglied der Synode ist berechtigt, einen Kandidaten für das Patriarchat vorzuschlagen, einschließlich sich selbst. Die drei Bischöfe, die auf der Synode die meisten Stimmen erhalten, kandidieren beim Erweiterten Rat für das Patriarchenamt.
Ein Kandidat muss georgischer Staatsbürger, Bischof der Georgisch-orthodoxen Kirche und zwischen 40 und 70 Jahre alt sein sowie über eine profunde theologische Ausbildung und umfangreiche Erfahrung in der Kirchenleitung verfügen.